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Deutsch mit Händen und Füßen

Mellendorf Deutsch mit Händen und Füßen

Es ist eine Sprachlernklasse am Schulzentrum Mellendorf und keine reine Flüchtlingsklasse: Vier Kinder und Jugendliche kommen aus Moldawien, fünf aus Montenegro, ein Kind aus Indien, und auch Kanada ist vertreten. Kurzfristig können außerdem weitere hinzukommen.

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Saskia Soete (links) und Juliane Spangenberg haben mit dem Deutschunterricht in der Sprachlern-
klasse am Gymnasium ihre ersten Erfahrungen gemacht.
Kallenbach

Wedemark. Sie alle lernen täglich gemeinsam von der ersten bis zur vierten Schulstunde Deutsch, bis sie am allgemeinen Unterricht teilnehmen können. Seit zweieinhalb Wochen führt das Gymnasium die Sprachlernklasse, aus der die derzeit elf Kinder unterschiedlicher Nationalitäten nach dem notwendigen Spracherwerb auf die Schulformen am Campus W i verteilt werden sollen.

„Wir hoffen, dass wir alle in den Regelunterricht bringen“, sagen Saskia Soete und Juliane Spangenberg. Die beiden Gymnasiallehrerinnen haben die Zusatzqualifikation Deutsch als Fremdsprache in der Tasche, aber wenn sie vor den deutschunkundigen Schülern stehen, arbeiten sie oft „mit Händen und Füßen“.

Von der auslaufenden Hauptschule hat das Gymnasium diese Aufgabe übernommen - und greift auch auf deren Erfahrungen und Lernmaterial zurück, wie die Lehrerinnen jetzt berichteten. Englisch wird oft zu Hilfe genommen, „aber eben auch theatralischer Körpereinsatz“, verdeutlicht Soete. Im Unterrichtsmaterial hilft, dass Vokabeln meist mit Bildern verknüpft sind.

Zehn Jahre alt ist die jüngste Schülerin, aber auch Zehntklässler mit 16 Jahren lernen in der neu eingerichteten Klasse. Den Raum im Schulzentrum teilt die jeweilige Lehrerin meist zum Arbeiten in Zonen auf; aktuell sind drei unterschiedliche Lernniveaus zu berücksichtigen.

Auf ein Jahr beschränkt kann jeder Schüler Sprachunterricht in einer Sprachlernklasse erhalten, bestätigt die Leiterin des Gymnasiums, Swantje Klapper. Die Erfahrung zeigt: Schon nach wenigen Monaten haben alle Teilnehmer in den Regelklassen aller Schulformen ihren Platz gefunden.

von Ursula Kallenbach

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