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Neues Baugebiet: Altanlieger wollen Entlastung

Wedemark Neues Baugebiet: Altanlieger wollen Entlastung

Das neue Baugebiet Diersrahe in Bissendorf-West ruft die Anlieger des Westerfeldwegs auf den Plan. Sie fordern, dass mit dem neuen Gebiet auch eine weitere Nord-Süd-Verbindung von der Scherenbosteler Straße ins Gewerbegebiet entsteht, damit sie weniger Schleichverkehr zur Schlager Chaussee ertragen müssen.

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Etwa 90 bis 100 Bürger verfolgen kritisch die Vorstellung des neuen Baugebiets Diersrahe in Bissendorf.

Quelle: Roman Rose

Bissendorf. Anlieger Klaus Makowka hatte viele Nachbarn mobilisiert, sodass die Ortsratssitzung am Montagabend im Bissendorfer Bürgerhaus mit 90 bis 100 Zuhörern außerordentlich gut besucht war. Dort stelle Planerin Christine Feller von der Planungsgruppe Lärchenberg drei Varianten für das neue Baugebiet vor. Es schließt sich westlich an den Altbestand an, reicht von der Scherenbosteler Straße im Norden bis ans Gewerbegebiet im Süden. Rund 40 Grundstücke sind vorgesehen, im nördlichen Bereich auch Mehrfamilienhäuser. Bis zu 30 Prozent der Grundstücksfläche soll überbaut werden dürfen.

Variante 1 enthält keine Anbindung ans Gewerbegebiet, Variante zwei und drei schon. Das sind die Varianten, die sich auch die Alt-Bissendorfer wünschen. Zwei und drei unterscheiden sich im Wesentlichen von der inneren Erschließung. So würden bei Variante drei mehr Straßenflächen entstehen, was die Kosten beim Grundstückskauf treibe, erläuterte Feller. Sie riet von Variante 3 ab.

In der Bürgerfragestunde betonten zahlreiche Redner, wie stark der Westerfeldweg schon heute belastet sei, obwohl er seinerzeit für weit weniger Verkehr gedacht gewesen sei. Sie pochen auf Entlastung. Sie betonen, dass aber nicht alte Bewohner und neue Bauherren gegeneinander ausgespielt werden sollen. Die Last müsse gerecht verteilt werden. In diesem Sinne übergab Klaus Makowka Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann eine Mappe mit 90 Unterschriften. Mit Verweis auf die Kommunalwahlen betonte er, dass es 300 Haushalte am Westerfeldweg gebe. Er schloss auch gerichtliche Schritte nicht aus.

Im Ortsrat waren die Fronten klar gezogen, letztlich gab es aber ein Patt: Während die SPD-Fraktion sich klar für Variante 1 aussprach und den Westerfeldweg unter Protest der Anlieger keineswegs als Raserstrecke sah, votierte die CDU-Fraktion geschlossen für 3 mit der Feststellung, dass eine weitere Nord-Süd-Verbindung wichtig sei. Da Grünen-Ortsratsherr Horst Menze sich der Stimme enthielt, blieb es aber bei 4:4 unentschieden, so dass der Ortsrat keine klare Empfehlung an den Rat gibt. Der Bebauungsplan soll bis Herbst alle Gremien passiert haben. Die weiteren Beratungen sind öffentlich.

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Klaus Makowka übergibt Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann rund 90 Unterschriften von Anliegern aus dem Westerfeldweg.

Quelle: Roman Rose
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