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Brelingen: Zankapfel Energiegenossenschaft

Brelingen Brelingen: Zankapfel Energiegenossenschaft

Die Bürgerinitiative Brelingen kritisiert die Gemeinde wegen einer noch nicht realisierten Energiegenossenschaft mit Bürgerbeteiligung, fürchtet Etikettenschwindel. Bürgermeister Helge Zychlinski weist das zurück und spricht von Verzögerungen.

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Die BI Brelingen fürchtet, dass die Bürger bei Windkraftplänen im Ort kaum zum Zuge kommen.

Quelle: Symbolbild/dpa

Wedemark. Es sei eine Energiegenossenschaft Wedemark als Bürgerwindpark angekündigt worden, doch still und leise werde nun eine rein kommerzielle Form für nur wenige Nutznießer entwickelt, kritisieren Jörg Brucks und Dieter Schröder von der BI Brelingen. Begeistert sei die Initiative ohnehin nicht von den Windkraftplänen im Ort, doch nun werde der versprochene Effekt für die Bürger auch noch preisgegeben. Es gebe eine Energiegenossenschaft e.G in Gründung, doch gegründet worden sei sie bisher nicht.

Auch die Wedemärker Windkraft Verwaltungs GmbH, ein Konstrukt aus den kommunalen Gemeindewerken und dem Landvolk, habe zum Zweck die Beteiligung an anderen Unternehmen mit Bezug zu regenerativen Energien. Der Anteil der beteiligten Bürger werde so immer kleiner. "Und die Kosten werden so verteilt, dass Gewinne kaum mehr überbleiben", fürchtet Schröder. "Wir hätten akzeptieren müssen, dass Bürger sich hier engagieren, aber jetzt profitieren nur Hersteller, Projektierer und Stromverkäufer - für Brelinger bleibt nichts übrig", kritisiert Brucks. Es werde Geld für Planungen und Gründungen ausgegeben, andererseits aber würden Klassenräume nicht gestrichen und Schlaglöcher nicht geflickt. "Hier wird Geld verbrannt!", ist sich Brucks sicher.

Bürgermeister Helge Zychlinski sagte auf Anfrage, dass die Gemeinde die jeweils aktuellen Stände mehrfach mitgeteilt habe, auch der BI Brelingen. Die Ackerstrom Wedemark bestehe im Übrigen aus 21 Wedemärker Landwirten plus der Reon AG und dem Landvolk. Ackerstrom sei mit 50 Prozent an der Betreibergesellschaft für Windkraftanlagen beteiligt, weitere 33 Prozent hielten die Gemeindewerke und 17 Prozent seien als unmittelbare Beteiligungen für Bürger mittels einer Genossenschaft geplant. Diese Genossenschaft sei 2014 gegründet worden, aber in der Tat noch nicht eingetragen, weil der Planungsstand das noch nicht hergebe. "Das gehört zu den nächsten Schritten. Das Modell wird kommen wie angesagt", betonte Zychlinski. Er appellierte an die BI, keine Emotionen zu schüren und offene Fragen direkt mit der Gemeinde zu besprechen.

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