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CDU wird stärkste Fraktion in der Wedemark

Wedemark CDU wird stärkste Fraktion in der Wedemark

Die CDU hat der SPD im Rat die Mehrheit abgenommen, und es sind künftig neun Parteien und Wählergruppen vertreten statt sechs: Das ist die neue Konstallation nach der Kommunalwahl vom Sonntag. Mit nach wie vor 13 Sitzen ist die CDU stärkste Fraktion geworden.

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Stabil geblieben und damit zur Mehrheit aufgestiegen: Holger Bleich (von links), Rudi Ringe und Editha Lorberg verfolgen in Wennebostel die Auszählung am Laptop.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Die SPD hat elf Sitze, büßte vier ein, die Grünen haben drei – sie verlieren zwei Mandate. Neu im Rat ist die AfD mit zwei Köpfen. Die Partei hat sogar drei Mandate von den Wählern bekommen, hatte aber nur zwei Kandidaten aufgestellt. Der dritte Stuhl wird also leer bleiben.

Gewinner ist auch die FDP. Sie stellt jetzt zwei Ratsmitglieder statt eines. Die WWR schaffte es auf Anhieb mit einem Sitz in das Entscheidergremium. Die WGW bekam erneut einen Sitz, die Linke ebenfalls. Ex-CDU-Ratsherr Martin Schönhoff gelang über die Partei Bündnis C der Wiedereinstieg in die Ratsarbeit. Die Piraten spielten mit 0,7 Prozent Stimmenanteil keine Rolle.

Die CDU habe ihr Ziel, stärkste Fraktion zu werden, erreicht, stellte CDU-Gemeindeverbandschefin Editha Lorberg sehr zufrieden fest. „Damit ist die Baumschutzsatzung schon mal von Tisch“, sagte sie. Auch bei der Bürgerumfrage in Verbindung mit der Kommunalwahl hatten sich rund 56 Prozent gegen eine Satzung ausgesprochen. Im Alleingang wird die CDU aber wohl nichts entscheiden können bei 13 von 36 Stimmen (inklusive Bürgermeisterstimme); sie wird sich Partner suchen müssen. Man werde nun mit allen anderen Parteien und Gruppen reden, mit Ausnahme der AfD, sagte Lorberg.

Für die SPD stellte Ortsvereinchefin Caren Marks ernüchtert am Montagvormittag fest: „Wir haben unser Wahlziel, stärkste Fraktion zu bleiben, definitiv nicht erreicht. Es ist ein bitteres Ergebnis, über das wir am Donnerstag im verantwortlichen Gremium, dem Ortsvereinsvorstand, sorgfältig beraten werden. Dazu gehört auch, wie wir politisch damit umgehen.“

Kommentar

Wie Phönix aus der Asche

Neue Welt in der Wedemark: Obwohl die Genossen nicht müde wurden, ihre Erfolge der letzten zehn Jahre zu betonen, verweigerten viele Wähler ihnen die Stimme. Vier Sitze weniger, das kann nur weh tun und muss zu Selbstkritik führen. Auch die Grünen haben offenbar einiges an den Bürgern vorbeientschieden und den damaligen Fukushima-Aufwind nicht für mehrheitsfähige Politik genutzt. Die Union ist die lachende Dritte. Sie hat noch nicht mal einen Zuwachs gebraucht, um wie Phönix aus der Asche zu steigen. Der Wedemark ist zu wünschen, dass sie Rachegelüste unterdrückt und gleich auf gute Politik einschwenkt. Die AfD als neue Kraft wird sich nur über lokal wirksame und auch umsetzbare Vorschläge Gehör verschaffen können. Es wird sich zeigen, ob sie mehr kann als Parolen. Die Demokratie jedenfalls wird das aushalten.
Roman Rose

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