Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Wähler stimmen auch über Baumschutzsatzung ab

Wedemark Wähler stimmen auch über Baumschutzsatzung ab

Zehn Parteien und Gruppen stehen am 11. September in der Wedemark zur Wahl - und eine Baumschutzsatzung. Auf einem Extrazettel können alle wahlberechtigten Wedemärker ankreuzen, ob sie einen Entwurf, den die Gemeinde jetzt veröffentlicht hat, haben wollen oder nicht. Das geht auch per Briefwahl.

Voriger Artikel
Resse feiert sein erstes Oktoberfest
Nächster Artikel
Gerüchteküche führt zu großem Polizeiensatz

Dieser Baum vor dem Rathaus würde unter die Baumschutzsatzung fallen, demonstriert Bürgermeister Helge Zychlinski.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Der Rat hatte die Verwaltung aufgefordert, eine "Satzung zum Schutz ortsbildprägender Bäume" zu erarbeiten. Den Entwurf stellte Bürgermeister Helge Zychlinski am Freitag der Presse vor. Das Papier ist im Internet auf wedemark.de abrufbar und wird auf Wunsch zugeschickt, ein Anruf unter Telefon (05130) 5810 genügt.

"Die Leute sollen genau wissen, wofür oder wogegen sie stimmen", sagte Zychlinski. Nur wenn eine Mehrheit dafür sei, werde er den Entwurf 1:1 in die politischen Gremien einbringen. Im andere Fall wandere das Papier in die Tonne, und die zurzeit geltende Sicherstellungssatzung werde vom Rat aufgehoben. Der Bürgermeister nannte den Entwurf schlank, transparent und nachvollziehbar. Es gebe keine weichen, auslegbaren Kriterien.

Das sind die wesentlichen Punkte: Geschützt würden Bäume, die einen Stammumfang von mindestens 150 Zentimeter haben, gemessen einen Meter über dem Erdboden. Bei mehrstämmigen Bäumen entscheidet die Summe der Einzelstammumfänge ab einem Einzelstammumfang von 80 Zentimeter. Geschützt würden Ahorn, Buche, Eiche, Erle, Esche, Kastanie, Linde, Ulme und Walnuss. Bei Zuwiderhandlung könnte eine Geldbuße bis zu 10.000 Euro verhängt werden. Nicht betroffen wären Bäume in Gärtnereien oder Baumschulen und im Wald.

Geschützte Bäume dürften nicht ohne Genehmigung beseitigt, beschädigt, verändert oder in ihrem Fortbestand gefährdet werden. Wenn Bäume krank sind, der Pflegeaufwand zu hoch wäre oder sie die Nutzung eines Grundstückes unzumutbar beeinträchtigen würden, könnten die Eigentümer Ausnahmen zum Fällen beantragen. Das Verfahren wäre kostenfrei.

Erforderlich wäre jedoch eine Ersatzpflanzung mit Spitzahorn, Bergahorn, Silberahorn, Bergulme, Hainbuche, Rotbuche, Traubeneiche, Stieleiche, Roteiche, Esche, Winterlinde, Sommerlinde, Silberlinde, Rosskastanie, Schwarzerle oder Walnuss.

Die Satzung würde innerhalb bebauter Ortsteile gelten. Die bestehenden Baumschutzsatzungen in Bissendorf-Wietze und Wennebostel-Wietze würden von dieser Satzung nicht berührt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sn9k2dfml0goc42dfd
Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll

Fotostrecke Wedemark: Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll