Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Baugebiet Diersrahe: Kritik an Straßenführung

Bissendorf Baugebiet Diersrahe: Kritik an Straßenführung

Die Gemeinde plant das neue Baugebiet Diersrahe am Nordwestrand von Bissendorf und stößt schon in einer frühen Phase bei Anwohnern im Nachbarbaugebiet auf Kritik. Sie wollen nicht, dass das beide Gebiete verbunden werden.

Voriger Artikel
Grundschüler experimentieren im JuniorLab
Nächster Artikel
Stefan Langhans dokumentiert Storchenkampf

Oliver Schultz von der Gemeinde (rechts) erläutert im Ortsrat den Planungsstand zum Baugebiet Diersrahe in Bissendorf.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Die jüngste Ortsratssitzung, bei der das Thema verhandelt wurde, war mit rund 80 Zuhörern mehr als gut besucht. Verwaltungsmitarbeiter Oliver Schultz vom Team Bauplanung und Bauaufsicht stellte den Entwurf vor.

Vorgesehen sind etwa 130 Wohneinheiten, die meisten davon in zweigeschossigen Mehrfamilienhäusern. Schultz betonte jedoch, dass die zeichnerische Darstellung und Form von Häusern auf dem Plan nicht verbindlich sei, es seien nur Platzhalter zur Veranschaulichung. Das Baugebiet erstreckt sich von der Scherenbosteler Straße im Norden bis zum Gewerbegebiet im Süden. Im Nordosten ist eine größere Fläche für betreutes Wohnen vorgesehen. Die Grundflächenzahl liegt je nach Grundstück bei 0,3 bis 0,4 - folglich dürfen 30 bis 40 Prozent eines Grundstücks überbaut werden.

Die Haupterschließungsstraße beginnt im Norden an der Scherenbosteler Straße in Höhe der Georg-Reimann-Straße und mündet im Süden in die Straße Langer Acker. Diese Nord-Süd-Achse soll nur für Personenwagen freigegeben werden, nicht für Lastwagen. Die Lage der Straße ergebe sich daraus, dass darunter eine große Trinkwasserleitung liege, die nicht massiv überbaut werden dürfe, erläuterte Schultz.

Diese Straße soll einen Abzweig in den Ursula-Greve-Weg bekommen, so dass eine Weiterfahrt über den Dieter-Mysegades-Weg zu Penny und zur Scherenbosteler Straße möglich wäre. Daran scheiden sich derzeit die Geister. Die SPD scheiterte mit einem Antrag, diese Verbindung in das Baugebiet Bissendorf-West zu kappen. Sie war zudem grundsätzlich gegen eine Durchgangsstraße in einem Wohngebiet.

Für die CDU stellte Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann fest, dass genau diese zweite Durchgangsstraße gewollt sei, um die bisher einzige, den Westerfeldweg, zu entlasten. Die CDU setzte sich mit 5 zu 3 Stimmen bei einer Enthaltung in dieser Frage durch.

Eine Reihe von Anwohnern kritisierte, dass es leichtfertig und unverständlich sei, eine Spielstraße (den Dieter-Mysegades-Weg) zu einer Durchfahrtsmöglichkeit in ein Gewerbegebiet machen zu wollen. Das solle eine Gemeinde nicht tun, die als besonders kinderfreundlich gelten wolle. In Bissendorf-West sei Verkehrsvermeidung ein Grundsatz gewesen, das gelte in Diersrahe offenbar nicht. Anwohner Jörn Albes übergab Brakelmann im Namen der Anwohner eine Liste mit rund 170 Unterschriften gegen eine Durchfahrtmöglichkeit.

Schultz erläuterte den Politikern auch die grundsätzlich verfügbaren Stellschrauben, die ein Ortsrat bei der Entwicklung eines Baugebietes hat. Der Ortsrat sah sich allerdings außerstande, schon an diesem Abend über Fragen zur Grundstücksausnutzung, Traufhöhen und Geschosszahlen zu entscheiden. Das soll nachgeholt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6wald484gxd1kr3xr66k
Gespräche fernab von Sitzungen und Gremien

Fotostrecke Wedemark: Gespräche fernab von Sitzungen und Gremien