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Berufe-Messe hilft Schülern bei Profilwahl

Wedemark Berufe-Messe hilft Schülern bei Profilwahl

Technik? Wirtschaft? Gesundheit und Soziales oder doch Sprachen? Um den Schülern der Realschule die Entscheidung für eines dieser Profile zu erleichtern, bekamen diese jetzt bei einer Mini-Messe zur Berufsorientierung Informationen aus erster Hand – und konnten teils auch selbst Hand anlegen.

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Einfach mal ausprobieren, ob einem Handwerkliches liegt: Lion Grünig (15) sägt Kunststoff.

Quelle: Roman Rose

Mellendorf. Zehn Wedemärker Firmen stellten sich am Dienstag den Fragen von 220 Realschülern und auch Hauptschülern der Konrad-Adenauer-Schule der Jahrgänge acht bis zehn. Ausbilder und Lehrlinge standen für Gespräche bereit. So war zum Beispiel eine Reisecenter dabei, das Tourismuskaufleute ausbildet, eine Werbeagentur, eine Bank. Bei einem Autohaus konnten die Schüler außerdem ausprobieren, ob ihnen handwerkliche Arbeit liegt. Mit einem Radkreuz galt es, Radbolzen zu lösen und einen Reifen zu montieren. Am Sennheiser-Stand wurde es ebenfalls handwerklich: Dort war das Sägen unterschiedlicher Materialien gefragt.
Silke Tobschall hatte die Minimesse organisiert. Die Kauffrau aus Mellendorf hatte als Vorsitzende des Schulelternrates ihre Kontakte genutzt und örtliche Firmen für die Teilnahme gewonnen. Sie hofft, dass die Schüler bei dieser Gelegenheit Fähigkeiten und Neigungen entdecken oder dass aus Ahnungen Gewissheit wird. „Hier können die Jugendlichen spontan in Berufe reingucken und Chefs ansprechen, zu denen sie sonst nicht unbedingt Kontakte bekämen. So ein Rahmen senkt auch die Hürden. Man ist in der Gruppe und steht nicht allein einem Chef gegenüber“, sagte sie.
Wie handfest und erfolgreich solches Netzwerken auf lokaler Ebene sein kann, konnte beispielhaft Jan Peinemann (16) berichten. Er hatte sein erstes Praktikum bei einer solchen Gelegenheit im Gasthaus Stucke ergattert, ein zweites im Eichenkrug nachgelegt – und wird dort bald Koch lernen. Den Vertrag hat er schon in der Tasche. An diesen Weg hatte er früher nie gedacht. „Eigentlich wollte ich mal Biologielaborant werden, doch dann habe ich die Küche entdeckt und gemerkt: Das ist meins“, berichtete er.
Für Schulleiterin Heike Heuer-Oelmann und Monika Roth von der Fachleitung Wirtschaft der Realschule schließt sich damit der Kreis ihrer Bemühungen. „Viele Wedemärker Schüler wollen gern in der Gemeinde bleiben, und die Wedemärker Betriebe sorgen gut für Wedemärker Schüler“, bilanzieren sie. So sei die Minimesse ein erfolgreicher Baustein innerhalb des schulischen Berufsorientierungskonzepts.

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Louis Wontorra (15) löst mit einem Radkreuz Radmuttern.

Quelle: Roman Rose

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