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Amtshaus-Sanierung bleibt im Kostenrahmen

Wedemark Amtshaus-Sanierung bleibt im Kostenrahmen

Die Sanierung des Amtshauses in Bissendorf bleibt nach derzeitigem Stand im Kostenrahmen von rund zwei Millionen Euro. Fachbereichsleiter Kay Petersen erläuterte SPD-Politikern bei einem Rundgang den Zwischenstand. Die Gemeinde bekommt für die Sanierung des denkmalgeschützen Gebäudes 150.000 Euro Fördergeld.

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Fachbereichsleiter Kay Petersen (von links) erläutert den SPD-Politikern Walter Zychlinski, Jürgen Benk und Larbi Amerouz den Zwischenstand der Sanierung im Amtshaus Bissendorf.

Quelle: Roman Rose

Bissendorf. Der ältere, vom Eingang aus betrachtete linke Teil des Amtshauses stammt nach Petersens Worten aus dem 16. Jahrhundert, ein Teil rechts, drei Gefache breit,  wurde im 17. Jahrhundert angebaut. Das Haus sei wohl in einer Wohlstandsphase errichtet worden, habe aber später eher armen Leuten gehört, berichtete er. Die unorthodoxe Verwendung von Baustoffen lasse darauf schließen. So sei einfachstes, teils gebrauchtes Material verwendet, ein Wanddurchbruch zum Beispiel mit Dachziegeln verschlossen worden.

Als Erstes werden die Wedemärker im August den Neubau des Daches erleben. Die Sparren und Pfetten seien morsch, berichtete Petersen. Später wird auch die Südwestfassade erneuert, dort seien Gefache wackelig. Bis Jahresende sollen die Außenwände saniert sein.

Beim Fußboden im Dach erwartet die Gemeinde viel Arbeit: Er hat vom Amtshof zum Amtsgarten ein Gefälle von 40 Zentimetern, berichtete Petersen. Das soll mit einem neuen, darübergelegten Boden ausgeglichen werden. Ob Feuchtigkeit oder Setzungen in der Erde die Ursache sind, ist unklar.

Im Inneren fehlen derzeit einige Wände. Manches wird künftig verglast, anderes neu gemauert. Als Innenputz ist Lehm geplant, als neue Innendämmung eine besondere Holzplatte. Sie soll eventuell auftretendes Schwitzwasser aufnehmen und großflächig verteilen, so dass es wieder an die Luft abgegeben werden kann, erläuterte Petersen. Weil das alte Treppenhaus viel zu kleine Stufen hat, wird ein zweites neu gebaut. Ein Fahrstuhl wird technisch vorbereitet, aber nur im Bedarfsfall eingebaut.

Reiner Fischer gab einen Wunsch der Historischen Arbeitsgemeinschaft weiter, der nun auch SPD-Wunsch sei. Der Keller solle für spätere historische Untersuchungen erhalten bleiben. Von dort förderten Handwerker bereits Historisches zutage: Dutzende Flaschen und Einmachgläser mit nicht mehr allzu appetitlichem Inhalt.

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Kurios: Diese Flaschen und Einmachgläser förderten Handwerker aus dem Keller zutage.

Quelle: Roman Rose
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