Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
VHS plant neue Technik für Hörgeschädigte

Wedemark VHS plant neue Technik für Hörgeschädigte

Die VHS Hannover-Land interessiert sich für die Anschaffung von besonderer Technik, damit Hörgeschädigte in den Kursen deutlich besser hören können. Angeregt hat dies die Vorsitzende des Wedemärker Behindertenbeirates Renate Löhr.

Voriger Artikel
CDU organisiert Defibrillator für Hellendorf
Nächster Artikel
Entwurzelte Bäume bleiben noch liegen

Martin Kurth (von links), Thomas Kusche, Liane Kébreau und Renate Löhr beraten, mit welcher Technik die VHS Hannover-Land ihre stark mit Zuhören verbundenen Angebote Hörgeschädigten besser zugänglich machen kann.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Da sie selbst Trägerin eines Hör-Implantates ist, weiß sie, wie häufig Geschädigte ausgeschlossen sind. "Sie können im Allgemeinen nicht an Kursen teilnehmen, die im Wesentlichen vom Sprechen und Hören leben. Immerhin sind fast 21 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre hörgeschädigt. Volkshochschulen sind aber für alle da. Diese müssen sich also überlegen, ob sie bundesweit Millionen Menschen ausschließen wollen", sagt Löhr. Früher habe sie an der VHS Italienisch gelernt, seit ihrem Hörsturz mit schwerer Hörschädigung sei dies ohne Technik nicht mehr möglich.

In der Wedemark jedenfalls wollten das der Behindertenbeirat und der Arbeitskreis Inklusion nicht einfach so hinnehmen, sagte sie. Bei VHS-Geschäftsführer Martin Kurth fand sie offene Ohren. Bei einem Gespräch in der VHS-Geschäftsstelle in Bissendorf am Dienstag kam das Thema eine entscheidende Runde voran. So erläuterten Geschäftsstellenleiterin Liane Kébreau und Kurth die Bedürfnisse der VHS an den Standorten in fünf Kommunen, Löhr die Bedürfnisse von Hörgeschädigten aus eigener Erfahrung, und Sennheiser-Mitarbeiter Thomas Kusche mögliche technische Lösungen.

Schnell kam die Runde überein, dass das Verlegen von Induktionsschleifen in Räumen eine einfach realisierbare Grundvoraussetzung ist. Darauf basiert dann eine drahtlose Übertragung mit kleinen Sendern und Empfängern. In der Brelinger Kirche sei zum Beispiel eine solche Anlage installiert, berichtete Löhr. "Und sie funktioniert vorzüglich."

Um der VHS die Finanzierung zu erleichtern, schlug Löhr außerdem vor, die Region ins Boot zu holen. Da Regionspräsident Hauke Jagau angesichts des versammelten Hör-Know-Hows von Firmen wie Sennheiser, Kind und der Medizinischen Hochschule die Hörregion ausgerufen habe, könnte es von dort vielleicht auch Unterstützung geben, meint sie. Kurth nahm den Ball gern auf. Er will sich mit der Region in Verbindung setzen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sn9k2dfml0goc42dfd
Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll

Fotostrecke Wedemark: Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll