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Bebauungspläne: Rot-Grün nimmt Druck raus

Bissendorf-Wietze Bebauungspläne: Rot-Grün nimmt Druck raus

Die umstrittenen Bebauungspläne für Bissendorf-Wietze werden vorerst gestoppt. Das berichteten am Mittwoch Mitglieder der Ratsmerhheit von SPD und Grünen in einem Pressegespräch. Sie haben sich dazu nach eigenen Worten mit der Gemeindeverwaltung abgestimmt. Hintergrund sind die Ergebnisse der Bürgerumfrage im Ort.

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Wilhelm Lucka (von links), Angela Klingrad, Rebecca Schamber und Jürgen Benk wollen mehr Zeit, um die neuen Bebauungspläne in Bissendorf-Wietze und Wennebostel-Wietze im Konsens zustandezubringen.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Die Befragten lehnten mehrheitlich Beschränkungen durch B-Pläne ab. Die Koalition aus SPD und Grünen im Rat habe daher beschlossen, sich erneut mit den Plänen für Bissendorf-Wietze und Wennebostel-Wietze zu befassen, berichteten Wilhelm Lucka und Angela Klingrad von den Grünen sowie Jürgen Benk und Rebecca Schamber von der SPD. Sie hätten den Bürgermeister gebeten, vorerst darauf zu verzichten, die Pläne weiteren Entscheidungsgremien vorzulegen.

Stattdessen sollen in einer rot-grünen Arbeitsgruppe die strittigen Punkte neu und in Ruhe beleuchtet werden. Das sind im Wesentlichen Festsetzungen zur Mindestgröße von Grundstücken, deren maximale Bebaubarkeit sowie für Zäune, Hecken und den Waldanteil. Zu dieser Arbeitsgruppe sollen auch der Bissendorf-Wietzer Ortsbürgermeister Daniel Leide (CDU) und dessen Stellvertreter Florian Beier (SPD) eingeladen werden.

Das Hauptproblem: Es gelten derzeit nicht für alle die gleichen Vorgaben. Denn in einigen Straßenzügen gibt es gültige Bebauungspläne, in anderen nicht. Das führt dazu, dass manche sich schon jetzt Regelungen der Gemeinde beugen müssen, der Nachbar aber vielleicht ganz andere Freiheiten genießt.

Benk sagte, die bisherige Situation berge Sprengkraft. Grundsätzlich wollten SPD und Grüne den Charakter von Bissendorf-Wietze als Waldsiedlung erhalten, betonte er. Eine weitere Verdichtung solle es nicht geben. Damit wären Infrastruktur und auch viele Anwohner überfordert. "Wenn wir wegen weiterer Verdichtung und weiterer Einwohner Regenwasserkanäle bauen und Straßen verbreitern müssen, müssten wir die Kosten als Gemeinde auf alle Bewohner umlegen. Das träfe besonders die Alteigentümer mit den sehr großen, ungeteilten Grundstücken", erläuterte Lucka.

Benk betonte: „Wir suchen eine Lösung, keinen Parteienstreit. Bissendorf-Wietze ist ein besonderes Gebiet, dass kann man auch mit den Bewohnern nicht streitig regeln.“ Für Klingrad ist gleichzeitig wichtig: „Eigentum verpflichtet auch.“ Der Zeitpunkt der Notbremse kommt nicht von ungefähr. Vor der Wahl wäre das Thema ohnehin nicht mehr abstimmungsreif gewesen, zudem läuft im September die schon einmal verlängerte Veränderungssperre endgültig aus. Noch vor der Kommunalwahl will sich die Arbeitsgruppe zum ersten Mal treffen. Sie wird fachlich von der Gemeindeverwaltung begleitet.

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