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Dorfbäcker backt jetzt mit Bio-Eiern

Negenborn/Brelingen Dorfbäcker backt jetzt mit Bio-Eiern

800 Eier im Schnitt benötigt der Negenborner Dorfbäcker in einer Woche in seiner Produktion. Jetzt hat er komplett auf Bio-Eier umgestellt - „und es bleibt auch dabei“, sagt Frank Ekkenga.

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Von Biolandwirt Hermann Hemme (links) kann Bäcker Frank Ekkenga nun Eier beziehen.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Seit einem Jahr steht er mit seiner Nachfrage beim Biohof Rotermund-Hemme in Brelingen in der Warteschlange. „Ich wollte schon lange umstellen“, berichtet der Bäcker, der Anfang Februar eine weitere Filiale in Otternhagen eröffnet hat. Aber erst der zweite mobile Hühnerstall, den der Brelinger Biolandwirt Hermann Hemme auf seinen Wiesen an der Kreisstraße 103 Richtung Wiechendorf installiert hat, sichert jetzt eine ausreichende Eiermenge von 2000 Hennen in Bioland-Haltung mit freiem Auslauf.

Einmal in der Woche wird für die Lieferung nun der kurze Weg zwischen Brelingen und Negenborn benutzt; für beide Betriebe ist es auch ein Zeitgewinn mit ökologischem Mehrwert. Den Anstoß für seine Entscheidung kann der Bäcker klar benennen: „Ich konnte die Vorstellung von Hühnern, die in Großställen bei 23-Stunden-Beleuchtung leben müssen, nicht mehr ertragen. Es lag mir schon lange auf der Seele.“ Zwei Eier braucht es etwa für eine süße Semmel. 18 Cent mehr zahlt der Bäcker jetzt für ein Ei; der Betrieb hatte dies vorher einkalkuliert. Das Netz der örtlichen Kooperationen und kurzen Wege zwischen Landwirten, Handwerk und Handel wie Verbrauchern in der Wedemark weitet sich stetig: Viele Höfe beliefern Lebensmittelmärkte und Schlachter direkt.

Von Ursula Kallenbach

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