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Ebeling-Erweiterung: Grüne fragen kritisch

Gailhof/Hannover Ebeling-Erweiterung: Grüne fragen kritisch

Das Wedemärker Speditionsunternehmens Ebeling in Gailhof will wachsen und eine weitere Halle bauen. Das Problem: Die erforderliche Fläche liegt im Landschaftsschutzgebiet (LSG) Wietzetal.

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Die Spedition Ebeling will erweitern. Dazu müsste eine Fläche im Landschaftsschutzgebiet Wietzetal gelöscht werden.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Um die Halle bebauen zu dürfen, hat das Unternehmen beantragt, diese Fläche aus dem LSG herauszunehmen. Sie wäre an anderer Stelle zu ersetzen. Es geht um rund 16.000 Quadratmeter direkt am Wietzegraben.

Über diese Pläne hat die Region Hannover in dieser Woche den Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz informiert. „Dies geschieht in der Regel auch, um frühzeitig ein politisches Stimmungsbild zu bekommen. Sprich, ob es sinnvoll ist, das formelle Verfahren überhaupt einzuleiten“, erläuterte Regionssprecher Klaus Abelmann auf Nachfrage der Nordhannoverschen. Unstrittig sei in der Diskussion die wirtschaftliche Bedeutung der Firma Ebeling für den Wirtschaftsstandort Wedemark. Zwei Teillöschungen im LSG Wietzetal für Erweiterungen hatte die Regionsversammlung in der Vergangenheit daher bereits zugestimmt.

Vorbehalte äußerte dem Regions­sprecher zufolge jetzt insbesondere der umweltpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ulrich Schmersow. Fragen, die er noch geklärt wissen wollte, beziehen sich auf die Wertigkeit der zu löschenden Flächen für den Natur- und Artenschutz, auch fehlten ihm Informationen, ob Alternativstandorte geprüft würden. Christof Loskant, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion in der Regionsversammlung, fragte dies ebenfalls nach.

Die Gemeinde Wedemark hatte sich zuvor klar positioniert und der Region signalisiert: Verwaltung und die großen Ratsfraktionen SPD und CDU stimmten im Oktober einmütig den Firmenplänen zu. Auch im Gemeinderat äußerten aber Teile der Grünen-Fraktion erhebliche Bedenken. Die Flächen hätten hohen ökologischen Wert.

Ursula Kallenbach

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