Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Elf Plätze mehr für ambulante Pflege

Wedemark Elf Plätze mehr für ambulante Pflege

Eine ambulant betreute Mehrgenerationen-Wohngemeinschaft von Pflegebedürftigen soll in Bissendorf-Wietze entstehen. Wegen seines besonderen Konzepts wird das 700 000-Euro-Bauvorhaben vom Land mit 100 000 Euro gefördert.

Voriger Artikel
Am Uferweg können die Bauherren loslegen
Nächster Artikel
Zwei Unfallfluchten - Zeugen notieren in einem Fall Kennzeichen

Hinter ihnen liegt das Grundstück für das neue Haus: Dmitrij Sonkin (von rechts) erläutert Heiner Peterburs, Rebecca Schamber, Ronald Fischer, Ingrid Wordelmann und Marco Blaumeiser die Pläne. Rose

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Heiner Peterburs, Rebecca Schamber und Ingrid Wordelmann von der SPD-Ratsfraktion sowie Ronald Fischer, Vorsitzender der Wedemärker SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus, ließen sich jetzt von Dmitrij Sonkin die Pläne erläutern. Sonkin ist Geschäftsführer der Archi-Med GmbH mit Sitz in Hannover, die ambulante Pflegeleistungen in dem Haus anbieten will. Er betonte, dass die Mieter jedoch frei sind, auch einen anderen ambulanten Pflegedienst zu wählen.

Sonkins Unternehmen bietet ambulante Pflege bereits seit 2013 in Bissendorf-Wietze an. In einer ehemaligen Villa Am Waldpark 2 betreut er elf Mieter. Nun soll auf dem Nachbargrundstück Wietze-Aue 43b ein weiteres Haus entstehen. Es soll ebenfalls elf Menschen beherbergen. Das Neue und in den Augen des Landessozialamtes Förderungswürdige ist, dass die Mieter nicht ausschließlich Senioren sein werden, sondern Erwachsene aller Altersstufen, die keinen eigenen Haushalt mehr führen können. „Das ist das Alleinstellungsmerkmal“, sagte Sonkin.

„Der Bedarf ist vorhanden. Das Interessante bei diesem Konzept ist, dass niemand in ein Heim muss, der das nicht will, und doch eine 24-Stunden-Betreuung bekommen kann. Die SPD-Fraktion begrüßt das Vorhaben, weil wir ein differenziertes Angebot in der Wedemark wollen“, sagte Peterburs.

Da es für das 1182 Quadratmeter große Grundstück keinen Bebauungsplan gibt, muss sich das neue Gebäude optisch ins Vorhandene einfügen. Auf 242 Quadratmetern verteilen sich elf Apartments. Sie sind unterschiedlich groß, barrierefrei und rollstuhlgeeignet. Maximal vier der kleineren Zimmer haben ein Gemeinschaftsbad und zusätzlich ein Gäste-WC. Alle Bäder verfügen über bodengleiche Duschen, alle Türen sind extrabreit. Im Erdgeschoss gibt es einen Aufenthaltsraum und eine Gemeinschaftsküche. Das Haus verfügt über einen Fahrstuhl. Alle Apartments sind mit einem Notrufsystem vorgerüstet. Neben dem Angebot des ambulanten Pflegedienstes soll es einen Hausmeisterdienst geben, der Einkäufe des täglichen Bedarfs organisiert.

Das Haus und sein Angebot könnten sowohl kurzzeitig als auch dauerhaft genutzt werden, erläuterte Sonkin. Außerdem könnten zum Beispiel auch Eltern dort mitwohnen.

Sonkin hofft, dass das Haus noch in diesem Jahr fertig wird. Peterburs betonte, der Ortsrat werde dazu noch sein Votum abgeben. Es werde aber nicht mehr um Grundsätzliches gehen, sondern gegebenenfalls noch um bauliche Fragen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sn9k2dfml0goc42dfd
Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll

Fotostrecke Wedemark: Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll