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Ermittler untersuchen ausgebrannten Bus

Untersuchung Ermittler untersuchen ausgebrannten Bus

War es ein technischer Defekt? Brandermittler der Polizei haben in Hannover damit begonnen, das Wrack des am Sonntag ausgebrannten Reisebusses zu untersuchen. Ein Sachverständiger soll in den kommenden Tagen ein Gutachten erstellen.

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Der Busfahrer bemerkte während der Fahrt plötzlich Ölgeruch und fuhr an den Straßenrand. Kurze Zeit später ging der Bus dann vom Heck her in Flammen auf.

Quelle: Elsner

Hannover. Brandermittler der Polizei haben in Hannover damit begonnen, das Wrack des am Sonntag ausgebrannten Reisebusses zu untersuchen. Das teilte eine Sprecherin am Montag mit. Ursache könnte ein technischer Defekt sein. Ein unabhängiger Sachverständiger soll in den kommenden Tagen ein Gutachten erstellen.

Bei dem Feuer waren die Teilnehmer einer Kirchenfahrt nach Schweden auf dem Rückweg in der Nähe von Berkhof offenbar nur knapp einer Katastrophe entgangen. Während die Polizei von 61 Geretteten ausging, sprachen die Veranstalter am Montag von 65. Der Bus mit Jugendlichen und Betreuern einer evangelischen Reisegruppe der Kirchengemeinde Alt-Garbsen war am frühen Sonntagmorgen in Brand geraten. Zuvor soll es nach Öl gerochen haben. Laut Augenzeugenberichten hatte der Fahrer beim ersten Qualm die Autobahn verlassen und den Bus umgehend gestoppt. Die Insassen konnten sich unverletzt ins Freie retten.

Brandermittler der Polizei haben in Hannover damit begonnen, das Wrack des am Sonntag ausgebrannten Reisebusses zu untersuchen. Ein technischer Defekt ist möglicherweise die Ursache für den Brand.

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Die Jugendlichen haben sich am Montag getroffen, um das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten. Auch die Eltern waren eingeladen. „Wir haben am Morgen über alles gesprochen“, berichtete der Leiter der Reisegruppe Timo Brokmann. „Vielen wird jetzt erst klar, wie knapp wir der Katastrophe entgangen sind.“ Der hintere Teil des Businneren sei im Rauch bereits nicht mehr zu sehen gewesen, als die letzten Jugendlichen aus dem brennenden Fahrzeug sprangen. „Der Fahrer hat noch versucht, das Gepäck zu retten. Wir mussten ihn wegziehen“, schilderte Brokmann die dramatischen Minuten.

Am frühen Sonntagmorgen ist in Berkhof (Region Hannover) ein Reisebus ausgebrannt. Etwa 60 Menschen, die von einer Freizeit aus Schweden nach Hause fuhren, konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Es wurde offenbar niemand verletzt.

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An der Fahrt nach Schweden hatten auch Jugendliche aus sozial schwachen Familien teilgenommen. „Fast alle konnten nur retten, was sie am Leibe trugen. Einige der Jugendlichen haben nun keine Schuhe für den Sommer mehr.“ Für die Betroffenen werde die Gemeinde Gelder bereitstellen, kündigte Brokmann an. „Es ist unfassbares Glück, dass wir alle unverletzt entkommen konnten“, sagte er.

„Wir können von großem Glück sprechen, dass sich dieses dramatische Unglück nicht zu einer tragischen Katastrophe ausweiten konnte“, erklärte auch der stellvertretende Stadtsuperintendent Hannovers, Thomas Höflich. Die Berichte würden Erinnerungen an den November 2008 wecken, als auf der Autobahn bei Garbsen 20 Menschen in einem brennenden Bus starben. Die Kirchengemeinde werde den am Sonntag geretteten Jugendlichen Betreuung anbieten, um das Erlebte zu bewältigen.

kas/dpa

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