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Erste integrative Krippe kommt

Mellendorf Erste integrative Krippe kommt

Nach Langenhagen wird jetzt auch in der Gemeinde Wedemark eine erste Krippengruppe für Kinder mit Handicaps eingerichtet. Zum Kita-Jahr 2016/2017 soll das integrative Angebot in Mellendorf an den Start gehen.

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Da geht noch mehr auf dem gemeindlichen Grundstück am Haus am Teich: Der Verein der Kinderfreunde erwirbt es und baut die nächste Krippe.

Quelle: Ursula Kallenbach

Wedemark. Mit Spielkreisen hat der Verein der Kinderfreunde 2012 im Haus am Teich in Mellendorf angefangen. Am Ende einer rasanten Entwicklung stellt er schon bald in der Wedemark 125 Plätze für Ein- bis Sechsjährige in sieben Gruppen mit 28 Erziehern bereit. Die erste integrative Krippengruppe in der Gemeinde ist ab 2016/2017 dabei. Kinder mit früh erkannten Handicaps finden darin einen Platz.

Die integrative Gruppe soll mit einer weiteren Krippengruppe in ein Bauvorhaben einziehen, das sich an die schon bestehenden zwei Krippengruppen im Neu- und Umbau im Haus am Teich in Mellendorf am Allerhop anschließt - also dann vier Krippengruppen dort. Parallel zu den Planungen geht am Gilborn in Mellendorf in der auslaufenden Förderschule, einer gemeindlichen Immobilie, der Umbau für zwei Kindertagesstättengruppe und eine Krippengruppe mit dem Betreiber Verein der Kinderfreunde in den Ferien los.

Der Vereinsvorsitzende, Tim Arndt-Sinner, ist inzwischen in Teilzeit berufstätig. Dies ist einerseits seiner Familie mit drei kleinen Kindern geschuldet, mindestens aber auch den vielen Stunden, die er für die Planungen seit Jahren und jetzt noch mehr einsetzt.

Die Gemeinde Wedemark auf der anderen Seite ist eine Last los. Denn der Trägerverein stellt sich der Aufgabe, am Allerhop selbst zu planen, zu bauen, zu finanzieren und die Krippe zu betreiben. Die Gemeinde hatte dieses „Rundum-sorglos-Paket“ aus kommunaler Sicht ausgeschrieben, der Verein der Kinderfreunde hat sich gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. Nur die Betriebskosten wird die Kommune übernehmen.

„Wir wollen den wirtschaftlichen Vorteil für die Gemeinde“, stellt Bürgermeister Helge Zychlinski ganz klar fest. Der Verein sei auf die Idee gekommen, dort auf dem kommunalen Grundstück am Allerhop selbst diese Krippe zu errichten - Erbbauzins für den Erwerb ist zu zahlen. Die Investitionssumme für den Neubau beziffert der Vereinsvorsitzende auf über 600 000 Euro. „Wir haben die Kreditzusagen für diese Planung bekommen. Neben öffentlichen Geldern von Region und Land und der Betriebskostenvereinbarung sind die Elternbeiträge eine weitere Säule in der Finanzierung.“ Außerdem solle das Vorhaben ein „Leuchtturm“-Projekt werden, ein klimaneutraler Bau, der besonders zuschusswürdig ist.

Die Krippe wird auf rund 290 Quadratmetern Grundfläche ebenerdig und barrierefrei errichtet. „Auf unserer Außenfläche von 1300 Quadratmetern können sich noch viele Kinder mehr tummeln“, sagt Arndt-Sinner. Es werde die erste integrative Krippengruppe in der Wedemark sein, nach Langenhagen die zweite in der Region.

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