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Hochzeitsboom in der Wedemark

Wedemark/Isernhagen/Burgwedel Hochzeitsboom in der Wedemark

Ein historisch einmaliges Fachwerkensemble zieht in Bissendorf so viele heiratswillige Paare an, dass dieses Standesamt 2015 das trendigste in der ganzen Region war. Aber auch Isernhagen trumpft mit schönem Ambiente auf.

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Die Buhr’sche Stiftung in Isernhagen ist ein Magnet für 
Heiratswillige.

Quelle: privat

Wedemark/Isernhagen/Burgwedel. Wer wollte nicht in einem wunderschönen Amtshaus aus dem 17. Jahrhundert seine Unterschrift für eine gemeinsame Zukunft setzen – und dann auf den kopfsteingepflasterten Amtshof hinaustreten und die Gäste begrüßen? Immer mehr Paare in den Umlandkommunen sagen Ja – den stärksten Zuwachs verzeichnete 2015 die Wedemark. Im Standesamt dort heirateten 21,6 Prozent mehr Menschen als 2014. Und das war spitze. Etwas mehr als 200 Paare waren es 2015. Etwa die Hälfte der Ehewilligen oder derer, die Lebenspartnerschaften eintragen ließen, waren Auswärtige – aus der Region und dem Norden Deutschlands. Für 2016 liegen noch keine Zahlen vor.

Trauzimmer im Amtshaus wird saniert

Sehr genau aber beobachtet die Kommune den Trend, denn der historische Amtshof wird bis voraussichtlich Ende 2017 saniert. Das Trauzimmer im Amtshaus steht nicht zur Verfügung. „Als schöner Ersatz kann nun im Sitzungszimmer des Bürgerhauses nebenan das Jawort gegeben werden“, betont Verwaltungsvorstand Joachim Rose. Auch die „gute alte Stube“ und das historische Kellergewölbe im Kavaliershaus würden gern genutzt. So hat das Standesamt trotz der Zäune rund um den Amtshof keinen Einbruch der Anmeldungen festgestellt. Als Grund wird auch gesehen, dass die Standesbeamtinnen Paaren, die gern ihre gesamte Gesellschaft bei der Unterzeichnung der Urkunde um sich haben möchten, den Bürgersaal im Bürgerhaus empfehlen können. Dort können bis zu 150 Gästen dabei sein. Aufgrund der Bauphase ist das Büro der Standesbeamtinnen vorübergehend in der Bibliothek zu finden (Gottfried-August-Bürger-Straße 3).

Isernhagen trumpft mit Charme auf

Auch in Isernhagen wird gern geheiratet. 2015 verzeichnete die Gemeinde 203 Eheschließungen, 15 mehr als im Vorjahr und sogar 50 mehr als 2013. Woran das liegt? Sprecherin Svenja Theunert sieht die Attraktivität des Standesamtes als Grund. Die Buhr’sche Stiftung am Ortfelde in N.B. trumpfe mit reichlich Charme auf. Das Fachwerkhaus sei ein Magnet par excellence – nicht nur für Isernhagener. Die Zahlen dokumentieren das: Laut Theunert kamen vergangenes Jahr 98 der Heiratswilligen nicht aus Isernhagen. 55 Paare kamen aus Hannover, zwölf aus Langenhagen, 18 aus anderen Ecken der Region, 13 von weiter weg. Im Großburgwedeler Rathaus schließen indes nur wenige den Bund fürs Leben. 2015 ließen sich dort 47 Paare trauen, 2014 waren es 63, im Jahr davor 49. Auffallend hoch ist die Zahl derer, die sich in externen Standesämtern das Jawort geben. Im vergangenen Jahr waren es 35, 2014 waren es 28. Dabei können Hochzeitsgesellschaften das Brautpaar mittlerweile auf der opulenten Terrasse hochleben lassen und den Rathauspark mitnutzen. „Das Ambiente spielt für viele eine große Rolle“, sagt Burgwedels Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker.

Von Ursula Kallenbach und Katerina Jarolim-
Vormeier

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