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Feuerwehr sucht Quereinsteiger

Wedemark Feuerwehr sucht Quereinsteiger

Die Feuerwehr Wedemark will bis zum Jahresende einen Bedarfsplan vorlegen. Dieser soll darstellen, wie die Freiwilligen in der Gemeinde am besten Menschenleben retten und Brände löschen. Und welche Ausrüstung sie dafür benötigen.

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Gemeindebrandmeister Maik Plischke erläuterte seine Pläne vor dem Rat.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Vorgabe sei, für die vorrangige Menschenrettung in neun Minuten die ersten neun Einsatzkräfte an den Einsatzort zu bringen, erläuterte Gemeindebrandmeister Maik Plischke im Rat. Dann seien weitere neun für die Brandbekämpfung notwendig - für einen Standardeinsatz also immer mindestens 18 Aktive, die in vier Fahrzeugen unterwegs sein müssten. Die Hälfte aller Einsätze sei nach der bisherigen Statistik zwischen 6 und 18 Uhr gefahren worden. Da sei die Frage der Tagesverfügbarkeit von Feuerwehrleuten ein wichtiges Kriterium.

„Ob wir das alles schaffen, entscheiden Sie“, betonte Plischke mit Blick auf den Rat, der das Geld bereitstellen soll. Detailliert setzte er den Politikern auseinander, wie eine Alarmierung abläuft, und in welchen nach Minuten berechneten Zeiten die Feuerwehrleute zur Wache und von dort zum Unfall- oder Brandort gelangen sollen. Die entscheidenden Faktoren seien die Zahl und die Standorte der Gerätehäuser, die Zahl der verfügbaren Aktiven, das Material und dessen Lagerorte einschließlich der Fahrzeuge und die zu bedienende Fläche. Spätestens 20 Minuten nach dem ersten Alarm sei bei einem Brand alles zu spät, erläuterte er, dann zünde ein Brandherd durch und es sei kaum mehr etwas zu retten. „Wir werden uns im laufenden Jahr fragen, ob und wie das alles am besten in der Wedemark zusammenpasst“, sagte Plischke den Politikern.

Zu den notwendigen Fragen gehöre auch, wie attraktiv die Feuerwehr sei und wie man dem demografischen Wandel begegne. „Wir brauchen Quereinsteiger“, warb der Gemeindebrandmeister. Bürgermeister Helge Zychlinski sagte, die Leistung der Feuerwehr sei nicht hoch genug einzuschätzen. SPD-Fraktionschef Jürgen Benk betonte, was die Feuerwehr vortrage, seien keine Wünsche, es seien Notwendigkeiten. Man werde den Bedarfsplan mit Herzblut beraten.

In der Gemeinde sind 554 Feuerwehrmitglieder aktiv, die Jugendfeuerwehren zählen 177 Mitglieder, die Kinderfeuerwehren 67. In Elze und Bissendorf sind zudem 56 Mitglieder in Musikzügen aktiv. Damit ist die Wedemärker Feuerwehr die drittgrößte in der Region.

von Roman Rose

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