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Flüchtlinge erhalten Sammelunterkünfte

Mellendorf Flüchtlinge erhalten Sammelunterkünfte

Keine gesicherte Zahl, aber geschätzt und vermutet muss sich die Gemeinde Wedemark nach eigenen Angaben im kommenden Jahr auf weitere 600 Flüchtlinge einstellen.

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Auch privater Wohnraum wird weiter dringend für Flüchtlinge gesucht.

Quelle: Symbolbild

Wedemark. Umdenken und Einschränkungen werden die angesteuerten Lösungen auch vielen Wedemärkern abverlangen. Daran ließ Bürgermeister Helge Zychlinski im Forum des Schulzentrums Mellendorf keinen Zweifel. Denn zwei große Hallen sollen, wie berichtet, nacheinander zu Sammelunterkünften für Flüchtlinge umgebaut werden, um Obdachlosigkeit zu vermeiden. Der Umbau der Jugendhalle in Mellendorf soll bis Weihnachten abgeschlossen sein. Die Mehrzweckhalle in Bissendorf rangiert danach 2016 als Sammelunterkunft unter „falls erforderlich“. Beide Hallen bieten Nebenräume und Sanitärbereiche.

In der Jugendhalle werden anstelle der offenen Jugendarbeit der Gemeindejugendpflege und festen Gruppen bei voller Belegung etwa 70 Flüchtlinge Platz finden, die Bissendorfer Mehrzweckhalle würde die Kommune für 120 Menschen einrichten. Das „offene Delta“, die Differenz zu den 600 zu erwartenden Flüchtlingen, will die Gemeinde Zychlinski zufolge - „auch wenn wir es nie wollten“ - zudem mit Containern und mobilen Wohneinheiten schließen. Die Region Hannover bereite Sammelbestellungen für solche Module vor. Dennoch: Auch privater Wohnraum wird weiter dringend gesucht. Aktuell reicht er noch für 100 Asylsuchende.

In die Jugendhalle sollen entweder nur Einzelpersonen, sprich: junge Männer, oder nur Frauen und Kinder einziehen. Die Flüchtlinge kommen überwiegend aus Syrien, Afghanistan und Nordirak. Mit der Belegung beginnt die Gemeinde in den ersten Wochen im neuen Jahr. Professionelle Flüchtlingssozialarbeit, Sicherheitsdienste, Hausmeister und Reinigungsdienste sollen Standard sein, um das Zusammenleben dort zu ordnen. Auch mit Polizei und Feuerwehr erarbeitet die Gemeinde ein Konzept. Ein ehrenamtliches Netzwerk für die Jugendhalle soll wachsen.

Ursula Kallenbach

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