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Fröschen und Kröten wird geholfen

Negenborn Fröschen und Kröten wird geholfen

Ein 7688 Quadratmeter großes Naturgrundstück in Negenborn ist das neueste Projekt des Wedemärker Nabu. Die Waldfläche ist bedeutsam als Laichbiotop für Frösche und andere Amphibien.

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Die Projektverantwortlichen Wolf-Peter Stiegler (links) und Hans-Georg Plumhoff sind stolz auf das, was schon erreicht ist.

Quelle: Ursula Kallenbach

Wedemark. Natur ist noch nicht gleich Biotop: In mehreren Einsätzen renaturieren die Nabu-Aktiven das Gelände. Im ersten Schritt hieß das schlicht entrümpeln. „Da stand noch ein ehemaliger Schafstall mit Bitumenplatten, wir haben auch alte Reifen entsorgt“, berichten Wolf-Peter Stiegler und Hans-Georg Plumhoff. Hilfe bekamen sie von anderen Nabu-Mitgliedern und der neunten Klasse der Berthold-Otto-Schule in Mellendorf. Auch Negenborner unterstützten die Aktionen. Zudem kam Heinrich Rotermund aus Brelingen mit seinem Trecker angefahren.

„Wir wollen das Biotop nach und nach in seinem Ursprung herstellen“, macht Stiegler deutlich. Rund 200 Stunden haben die Ehrenamtlichen bisher eingesetzt. Zuletzt wühlte zwei Tage ein Bagger eines Unternehmens - Landschaftsbau Cattau aus Negenborn - auf dem Gelände, um die beiden Gewässer zu entschlammen. Denn das Wasser stand dort nur noch einen halben bis einen Meter hoch. Der Schlamm ist jetzt auf der Fläche verteilt, in den Teichen bleiben zwei umgefallene Bäume als Totholz liegen. Auch der 15-Tonnen-Bagger blieb einmal liegen: Er versank mit seinen Ketten kurzzeitig bis ans Führerhaus im Boden.

Wohl 50 Grünfrösche habe er bei den Arbeiten schon gesehen, berichtete Baggerführer Florian Welzel. Frösche, Kröten und Molche werden an den teils sonnenbeschienenen Flachwasserzonen im Wald eine sichere Heimat finden.

„Wir wollen noch Hecken pflanzen, um auch für kleine Vogelarten einen Lebensraum zu schaffen“, kündigt Stiegler an. Ein Totholzstapel soll angelegt werden, eventuell kann die Fläche nahe der Straße Am Turnbusch außerdem als Standort für Bienenstöcke dienen.

Der Nabu Wedemark hat das Areal am Ortsausgang Richtung Abbensen in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover erworben. Dafür wurde sogenanntes Ersatzgeld eingesetzt. „Manche Eingriffe in die Natur durch Bebauung können nicht mithilfe anderer Flächen ausgeglichen werden. Dann muss ersatzweise Geld bezahlt werden“, erklärt Regionssprecherin Christina Kreutz. Diese Beträge kämen dann wieder - wie etwa in Negenborn - dem Naturschutz zugute. Ein anderes Nabu-Projekt steht mitten in dem kleinen Dorf: Der ehemalige Trafo-Turm an der Ortsdurchfahrt dient jetzt als Fledermausstation.

Ursula Kallenbach

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