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Beiratsarbeit verändert auch die Gemeinde

Wedemark Beiratsarbeit verändert auch die Gemeinde

Der Behindertenbeirat braucht mehr „Personal“: Wer zu den 4200 Behinderten in der Wedemark gehört und die Gemeinde Wedemark auch für diese besonderen Bedürfnisse gestalten möchte, muss seine Bewerbung schnell auf den Weg bringen.

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Gabriele Wolff und Gunther Partetzke suchen dringend weitere Mitstreiter im Behindertenbeirat Wedemark.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Dem neu zusammengesetzten Beirat reichen für die anstehende Arbeit die Schultern der jetzt berufenen sieben ehrenamtlichen Mitglieder nicht aus. Aus der konstituierenden Sitzung am 14. Februar hat daher die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier den dringenden Wunsch mitgenommen, dass noch einmal Mitglieder gewonnen werden. So ist nun ein weiteres Ausschreibungsverfahren für Nachbewerbungen in Gang. Die Bewerbungsfrist endet am Sonntag, 2. April.

„Die Post muss bis abends im Rathaus im Briefkasten sein“, sagt Gunther Partetzke. Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin, Gabriele Wolff, wirbt der Vorsitzende für den Einsatz im kommunalen Behindertenbeirat. „Wer interessiert ist, kann mich sofort und jederzeit anrufen.“ Ein Formular zur Bewerbung ist auf der Internetseite der Gemeinde Wedemark zu finden. Bewerber müssen mindestens 16 Jahre alt sein.

Bis zu elf Mitglieder kann der Behindertenbeirat satzungsgemäß umfassen. Sie haben auch die Sitzungen der Fachausschüsse des Gemeinderates zu besetzen. „Wir brauchen eine dicke Personaldecke“, bekräftigt Wolff. Für den Finanzausschuss beispielsweise reichte die Anzahl der Ehrenamtlichen im Beirat noch nicht aus.

„Der Einsatz lohnt sich. Man kommt unter Menschen, und man kann gemeinnützig arbeiten“, verdeutlicht Partetzke. Dies sei gelebte Inklusion und praktische Demokratie vor Ort. „Wir nehmen Probleme wahr und können gemeinsam mit Politik und Verwaltung versuchen, sie zu lösen“, ergänzt Wolff. Ein Dank sei fällig auch an die Gemeinde Wedemark, die schon so viele Jahre das offizielle Beteiligungsgremium für Behinderte etabliert habe – Vorreiter für viele Kommunen in Niedersachsen. Umgekehrt verändere wiederum die Arbeit des Beirats die Gemeinde.

Der Behindertenbeirat tagt in öffentlicher Sitzung vier bis fünf Mal im Jahr. Einmal monatlich treffen sich die Mitglieder und Stellvertreter im Sitzungszimmer des Bürgerhauses bei einer Tasse Kaffee und besprechen, was anliegt. Stellvertreter, Ersatzmitglieder – auch das ein wichtiger Punkt. „Wir suchen weitere vier ordentliche Mitglieder, aber auch eine Anzahl Stellvertreter. Wir haben alle mit Behinderungen zu tun. Wir sind oftmals nicht so belastbar oder haben Arzttermine. Da ist es sehr wichtig, dass auch mal Vertreter einspringen können“, erklärt Wolff. Wer immer sich jetzt bewerbe, könne sich mit der Arbeit vertraut machen.

„Es ist eine großartige Sache. Wer mitmachen will, wird eingearbeitet“, versichert der Vorsitzende. Aufgabe des Beirats sei grundsätzlich die Interessenvertretung Behinderter in Rat, Verwaltung und Öffentlichkeit. „Es ist sehr wichtig“, so Wolff, „dass wir als Betroffene auch selber dafür sorgen, dass die Gemeinde solidarischer wird. Jeder Behinderte ist kompetent auf seinem Gebiet und kann dies am besten vertreten.“

Info: Fragen beantwortet Gunther Partetzke in Abbensen, Telefon (05072) 1350, E-Mail: g.partetzke@t-online.de. Das Bewerbungsformular ist zu finden unter www.wedemark.de/behindertenbeirat.

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