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Monsterspinnen bitte nicht füttern

Gailhof Monsterspinnen bitte nicht füttern

Sandra van Issems Nichte durfte keine Harry-Potter-Filme gucken, so die Ansage der Eltern. „Dann machen wir statt dessen Hexenparty mit Maden und Blutsuppe (Nudeln mit Tomatensauce)“, waren sich zwei Tanten einig. Daraus entstand im Laufe der Jahren ein besonderes gruseliges Hobby.

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Schön gruselig: Das Halloween-Haus van Sandra van Issem.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Gailhof. Was sich aus der Hexenparty in zehn Jahren entwickelt hat, können Gailhofer auf dem Weg zum Spielplatz am Jugendhaus bewundern. Leuchtende Kürbisse und ein paar Spinnweben sind zwar in vielen Gärten anzutreffen, doch bei Sandra van Issem leuchten besonders große Monster-Exemplare. „Das Projekt ist pädagogisch wertvoll. Die Kinder lernen gleich ein bisschen englisch“, ist die ausgebildete Elektrikerin überzeugt.

Ratschläge wie „Don’t fly and phone“ (beim Fliegen nicht telefonieren) illustriert sie mit einer Hexe, die gegen die Hauswand geknallt ist. Eine andere Hexe ist bei der Pokémon-Suchen kopfüber im Rhododendron gelandet. Dabei ist alles, bis auf einen Grabstein, von der phantasievollen Gailhoferin selbstgemacht. So pendelt – mit Hilfe von Bewegungsmeldern, Lichtschranken und Motor – ein haariger Totenkopf über dem Grabstein, eine Hexe im Schaukelstuhl wippt sachte hin und her, und eine Grabplatte verschiebt sich quietschend. Freunde und Bekannten und die inzwischen volljährige Nichte sind von dem Halloween-Spleen der 43-Jährigen hellauf begeistert, mailen Fotos von anderen „Mystery Gardens“ aus aller Welt und freuen sich schon auf die heutige Schauer-Party im Wintergarten. Kinder, die Halloween an der Tür klingeln und „Süßes oder Saures“ rufen, dürfen gerne in den (Pappmachee)Hexenkessel mit Naschkram greifen.

„Die kommen hier wild verkleidet vorbei“, freut sich Sandra von Issem über den Spaß, dem Gailhofs Halloween-Queen sogar eine eigene Internetseite widmet. Unter www.filtaplums@htp-tel.de gibt es Wissenswertes rund um Kürbisfratze und Fledermauszauber. Und was sagen die Nachbarn? „Manche finde es total witzig, andere sind gespaltener Meinung“, so van Issem. Noch zehn Tage, dann ist der Spuk für ein Jahr wieder vorbei.

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Von PATRICIA CHADDE

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