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Dreiergestirn arbeitet unter EU-Gedanken

Wedemark Dreiergestirn arbeitet unter EU-Gedanken

Als Dreiergestirn haben die Gemeinden Wedemark, Gislaved in Schweden und das finnische Pedersöre jetzt in Mellendorf eine Absichtserklärung für ihre kommunale Zusammenarbeit unter dem europäischen Gedanken unterzeichnet. Weit weg? Nein, nah dran.

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Die Hand darauf: Mit Stefan Svenfors (vorn links) und Niclas Palmgren (rechts) will Bürgermeister Helge Zychlinski im Dreiergestirn europäisch zusammenarbeiten.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Die Dreierkonstellation sei die Voraussetzung, um bestimmte EU-Förderungen beantragen zu können, verdeutlichte Bürgermeister Helge Zychlinski in einem Gespräch mit den Delegationen. Arbeitsgespräche bestimmten den nur zweitägigen Aufenthalt in der Wedemark. „Wir haben aber auch einige Besuchstermine eingeflochten, zum Beispiel bei der Firma Sennheiser. Wir haben eine Biogasanlage besichtigt und die Betreuungseinrichtung des Vereins WedeRacker in Mellendorf, um den Transformationsprozess vom Schulgebäude zu einem Mehrgenerationenhaus aufzuzeigen“, berichtete Zychlinski.

Das Dreiergestirn deckt nun – anders als vorher allein über die schon langjährigen Kontakte zu Gislaved – EU-Programme für die Nordseestaaten wie für die Ostseestaaten (Finnland) ab und kann sich darin bewegen. Um einzelne Projekte zu benennen, sei es zu früh, erläuterten die Verwaltungschefs aus den beiden Nordstaaten, Stefan Svenfors (Finnland) und Niclas Palmgren (Schweden). Es sollen aber mehrere Handlungsfelder angegangen werden, bei denen man voneinander lernen wolle: Digitalisierung und IT, Bildung,

Wirtschaft oder Arbeit und Tourismus. Zudem soll es um gemeinsame Projekte bei Migration und Integration sowie Klimaschutz gehen. Um diese Programme voranzubringen, soll in einem ersten Schritt eine Vernetzungsstelle der drei Kommunen für die EU eingesetzt werden. Ein Mitarbeiter soll die Zusammenarbeit zukünftig koordinieren und Anträge bündeln. Dafür soll in Gislaved eine halbe Stelle eingerichtet werden.

Dies sei sehr wichtig, um „von Worten zu Aktionen zu kommen“, betonte Palmgren. „Wir haben noch nicht so viel zusammen machen können. Wir sind sehr froh, dass die finnische Region noch dazukommt.“ Die gemeinsamen Ziele passten sehr gut, bestätigte für die 15 000-Einwohner-Gemeinde im Westen Finnlands Stefan Svenfors. Seine Region sei sehr exportorientiert. Aber auch die Zusammenarbeit im Erziehungsbereich solle gestärkt werden. „Wir sind sehr froh, das jetzt zu entwickeln.““

Die Region Hannover wird weitere Förderbedingungen für die drei Kommunen bei der EU klären. „Anfang 2017 wollen wir uns in Brüssel wiedertreffen“, kündigte Zychlinski an. „Wir denken, dass wir danach in die Projekte gehen können.“

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