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Kommune will für Flüchtlinge bauen

Wedemark Kommune will für Flüchtlinge bauen

Um für Flüchtlingsfamilien schnell dauerhaften Wohnraum zu schaffen, erwirbt die Gemeinde Wedemark auch Baugrundstücke. In Hellendorf weht ihr zu einem Vorhaben unerwartet heftiger Wind entgegen. Die örtliche CDU macht sich den Widerstand in einer Unterschriftensammlung zu eigen.

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Die Gemeinde will für Flüchtlinge Wohnungen bauen.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Mehr als 300 Hellendorfer hätten unterschrieben, berichtete der Vorsitzende der CDU Hellendorf, Carsten Wandke, der die Liste im Gemeinderat übergab. Sie richtet sich gegen den Ankauf von zwei Ackerflächen im Ort, auf denen die Gemeinde Flüchtlingsunterkünfte bauen will.

Doch als Ersuchen an den Rat scheiterte der Vorstoß jetzt. Die Ratsmehrheit stimmte – gegen die Stimmen der CDU – dem Ankauf der zwei insgesamt rund 3000 Quadratmeter großen landwirtschaftlichen Flächen in Hellendorf zu. Dort könnten Unterkünfte in Modulbauweise für Flüchtlinge entstehen. Sie liegen am Mellendorfer Kirchweg günstig, um das Rathaus, das Schulzentrum und den S-Bahnhof in Mellendorf auch zu Fuß zu erreichen. Nachgenutzt werden könnten die Bauten, wenn nicht mehr für Flüchtlinge benötigt, für gewerbliche Zwecke.

Die mehr als 300 Hellendorfer hätten etwas unterschrieben, was nicht den Tatsachen entspreche, verwahrte sich Bürgermeister Helge Zychlinski in der Ratssitzung, nach eigenen Worten „extrem betroffen über stumpfe Stimmungsmache“. In dem CDU-Anschreiben an die Hellendorfer war noch davon die Rede, dass die Flüchtlingsunterkünfte zusätzlich zu zwei Mehrfamilienhäusern auf dem Friedhofserweiterungsgelände errichtet würden, deren Bau bereits beschlossen sei. „Es gibt keinen solchen Beschluss“, stellte Zychlinski klar. „ Die Dinge sind verzerrt dargestellt, obwohl Informationen im Vorfeld geflossen sind.“

Die Gemeinde habe auch angesichts zurückgehender Flüchtlingszahlen nicht mehr die Absicht, die anzukaufenden Flächen sofort zu bebauen. 299 Flüchtlinge müssen bis Ende Juli aufgenommen werden. Zychlinski begründete noch einmal, dass die Hellendorfer Fläche die einzige in der Wedemark sei, die für Notunterkünfte in Modulbauweise infrage käme.

Bis Ende April werden trotz der großen Anzahl kommunal angemieteter Wohnungen bis zu 200 Flüchtlinge in den Sammelunterkünften Jugendhalle Mellendorf und Mehrzweckhalle Bissendorf leben. Zychlinski ließ keinen Zweifel, dass er für sie dauerhaft Wohnraum schaffen möchte. „Wo wir kommunales Bauland entwickeln, werden wir Flächen reservieren, um für Flüchtlinge zu bauen“, sagte der Bürgermeister und erhielt die ausdrückliche Zustimmung von beiden großen Fraktionen. „So kann Integration gelingen“, betonte Christiane Lüßmann für die CDU. Solche Objekte, auch das will die Gemeinde künftig so handhaben, sollen durch die Gemeinde Wedemark Bau- und Entwicklungsgesellschaft mbH realisiert werden.

Gericht gibt grünes Licht am Uferweg in Elze

Im Baugebiet Uferweg in Elze können auf zwei von 18 Parzellen demnächst ein Einfamilienhaus und ein Doppelhaus für Flüchtlingsfamilien errichtet werden. „Sie werden sich in diese Siedlung einfügen“, ist sich Bürgermeister Helge Zychlinski sicher. Der Rat hat jetzt die Verwaltung beauftragt, die unentgeltliche Übertragung der Flurstücke an die gemeindliche Bau- und Entwicklungsgesellschaft mbH vertraglich abzusichern. Dass dort nun zügig gebaut werden kann, folgt aus einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg, das eine Klage zu dem Bebauungsplan Uferweg abgewiesen hatte.

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