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Gemeinde sucht einen Baumkontrolleur

Wedemark Gemeinde sucht einen Baumkontrolleur

Mitten hinein in eine bereits hitzige Diskussion über Sinn oder Unsinn einer Baumschutzsatzung für die Wedemark gerät nun dieses: Die Kommune annonciert aktuell eine Stelle für einen Baumkontrolleur – und bringt Kritiker auf die sprichwörtliche Palme.

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In der Wedemark stehen große, alte Eichen auch in allen innerörtlichen Bereichen wie hier in Mellendorf. 

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Die Stelle ist ausgeschrieben für einen Baumkontrolleur in Teilzeit mit 30 Stunden. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 17. Juli. Bewerbungen liegen noch nicht vor, wie Verwaltungsvorstand Joachim Rose am Dienstag auf Nachfrage sagte. Aufgeführt ist das gewünschte Profil für einen Garten- und Landschaftsbauer oder Absolventen der Forstwirtschaft auf der Internetseite der Gemeinde.

Das ruft durchaus Kritiker auf den Plan. So stört sich ein Leser am Wort Kontrolle: Künftig werde das Personal der Verwaltung weiter – völlig unnötig – aufgebläht, um den Bürger zu kontrollieren. Diesem werde offensichtlich misstraut. Umgekehrt sei damit sein Vertrauen in die Spitze der Gemeinde Wedemark erloschen, erbost sich der Schreiber einer E-Mail an die Redaktion.

„Wir suchen eine Person, die mit dem überwiegenden Teil der 30 Stunden pro Woche die Verkehrssicherungspflicht von gemeindeeigenen Bäumen sicherstellen soll. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde diese Aufgabe von einem externen Sachverständigen wahrgenommen“, verdeutlicht Rose. „Der möchte jedoch altersbedingt die Aufgabe nicht mehr fortführen.“ Weitere Mitarbeiter, die sich direkt um die Verkehrssicherung der Bäume kümmern, gebe es in der Verwaltung gegenwärtig nicht. Auch beziehe sich die ausgeschriebene Stelle nicht auf die vorgeschlagene Baumschutzsatzung, stellt Rose fest. 

In der Gemeinde obliegt die Baumkontrolle dem Team Gebäude- und Flächenunterhaltung. Grundsätzlich müssen die gemeindeeigenen Bäume - Stichwort Verkehrssicherungspflicht – regelmäßig angeschaut werden, beschreibt Rose die Verwaltungsausgabe. Damit niemand zu Schaden kommt. Deshalb hat die Gemeinde besonders die Bäume auf und an Spielplätzen und Schulen im Blick. Aber auch an Fußwegen, kombinierten Fuß-Radwegen und in der freien Landschaft ist zu überprüfen, in welchem Zustand die Bäume sind. Es gibt Überschneidungen mit der Region in diesen Aufgaben, ebenso mit Privateigentümern.

Eine eigene Meinung zu der Stellenausschreibung der Gemeindeverwaltung hat auch die CDU-Ratsfraktion. Die Christdemokraten wollen sich dazu am Donnerstag äußern.

Wer Bäume prüfen lässt, muss zahlen

Für das öffentliche Grün steht die Baumkontrolle bei den Grünflächenämtern der Kommunen, den Straßenmeistereien beziehungsweise externen und speziell geschulten Kontrolleuren regelmäßig im Aufgabenbuch. Verpflichtet dazu ist allgemein der Eigentümer oder Verkehrssicherungspflichtige. „Das heißt, die Straßen- und Parkbäume oder die Bäume, in deren Nähe öffentlicher Verkehr stattfindet, sollten periodisch zumindest äußerlich visuell kontrolliert werden“, verdeutlicht Regionssprecher Klaus Abelmann. Die Region sorge auf ihren Grundstücken und entlang der Kreisstraßen mit eigenen und auch externen Fachkräften dafür. „Bei unseren Straßenmeistereien besorgt dies jeweils ein Gärtner. Zur Unterstützung steht ein Baumsachverständiger bereit.“ In der Wedemark sind nicht selten auch selbständige Baumschutzsachverständige tätig geworden.

Ob Kommune oder Bürger – stets gilt: Wer die Musik bestellt, muss sie bezahlen.

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In der Wedemark stehen große, alte Eichen auch in allen innerörtlichen Bereichen wie hier in Mellendorf. 

Quelle: Kallenbach
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