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Weit über ein Jahr Arbeit in Konzepten

Wedemark Weit über ein Jahr Arbeit in Konzepten

Für weitere drei Grundschulen wird die Gemeinde Wedemark, wenn der Rat zugestimmt hat, den Ganztagsbetrieb ab dem Schuljahr 2017/18 beantragen. Die Grundschule Bissendorf läuft aktuell schon so, und die Anmeldezahlen beweisen: Eltern nutzen das zusätzliche Bildungs- und Betreuungsangebot.

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ggAuch die Grundschule Resse will zum nächsten Schuljahr Ganztagsschule werden.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Weit über ein Jahr dauert die Vorbereitung, wenn die Schulen sich mit Kindern, Eltern und Lehrern auf den erweiterten Rahmen umstellen wollen. Das zeigen die Zeitpläne der Schulen: Elternbefragungen und -zusammenkünfte, Informationsabende, Arbeitsgruppen, Unterrichts- und Freizeitkonzepte, Bedarfsermittlungen, Abstimmung mit örtlichen Kooperationspartnern wie Kindertagesstätte und Hort – alles muss im Miteinander organisiert sein. Nicht zuletzt müssen Räume neu zugewiesen oder umgerüstet werden für Gruppenarbeit, Hausaufgabenbetreuung, Spiel und Mittagessen. Die zuständigen Ortsräte müssen zu der Umstellung angehört werden, auch mit der öffentlichen Schülerbeförderung ist eine Feinabstimmung erforderlich.

Die Grundschule Bissendorf hat es geschafft und befindet sich in ihrem ersten Schuljahr 2016/17 voll in der Realität: Das Angebot für die Schüler ist kostenfrei bis auf das Mittagessen, das hinzugebucht werden kann.  „Mit über 220 Buchungen an den drei Ganztags-Tagen weist die Schule bereits jetzt aus dem Stand das besondere Interesse bei Eltern und Schülern nach“, verdeutlicht der Fachbereichsleiter Bildung der Gemeinde, Jörg Clausing. Im Bildungsausschuss wird er in der Sitzung am Montag, 31. Oktober, ab 20 Uhr im Bürgerhaus in Bissendorf, die Konzepte der künftigen offenen Ganztagsschulen Elze, Hellendorf und Resse erneut vorstellen. Der Rat soll, so der Verwaltungsvorschlag, den Bürgermeister ermächtigen, einen entsprechenden Antrag bei der Landesschulbehörde zu stellen. Die Anträge müssen bis zum 1. Dezember dort eingegangen sein. Bereits seit 2015 ist die Verwaltung mit dem Thema beauftragt.

Resse bildet die Ausnahme unter den drei Schulen: Diese Grundschule hat ein dynamisches Mischkonzept aus offener und teilgebundener (-verpflichtender) Ganztagsschule erarbeitet. Insgesamt ist dort die Nachmittagsbeschäftigung an vier Tagen freiwillig möglich;  in den Klassen 3 und 4 ist der Unterricht jedoch an zwei Tagen nachmittags Pflicht.

Elze und Hellendorf wollen offene, freiwillige Ganztagsschule werden. In Elze können Eltern ihre Kinder für einen, zwei oder drei Tage montags, dienstags und donnerstags  zur offenen GTS im Anschluss an den regulären Unterricht bis gegen 15.30 Uhr anmelden. Doch wird mit der Anmeldung dann der Besuch für ein Schulhalbjahr verbindlich. Die Hellendorfer Grundschule Am Steinkreis ist mit knapp 70 Schülern in vier Klassen die weitaus kleinste. Sie hatte bereits 2011 beantragt, Ganztagsschule zu werden. Weil die Kosten dafür fast ganz bei der Gemeinde geblieben wären, wurde dies damals nicht weiter verfolgt.

Auch im Schulbezirk Hellendorf - er umfasst die Gemeindeteile Hellendorf, Gailhof und Mellendorf – ist der Bedarf für nachschulische Betreuung hoch und kann künftig nicht mehr durch die 20 Hortplätze der DRK-Kita Hellendorf abgedeckt werden. Die Kita ist weiterhin als Kooperationspartner eingebunden. Der Schulvorstand hat beantragt, für den Ganztagsbetrieb die Sporthalle als Multifunktionsraum zu nutzen. Umkleide- und Waschräume müssen umgebaut sowie eine Küche ausgebaut werden. Der Sportunterricht soll in einer anderen Sporthalle sichergestellt werden.

Räumliche Voraussetzungen müssen auch an der Brelinger Grundschule erst geschaffen werden; sie geht daher voraussichtlich erst 2018/2019 ganztags an den Start. Ähnliches gilt für die große Grundschule in Mellendorf.

Von Ursula Kallenbach

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