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Bäume kontrollieren - eine Pflichtaufgabe

Wedemark Bäume kontrollieren - eine Pflichtaufgabe

Baumschutzsatzung und Kontrolle des Baumbestandes in der gesamten Wedemark werden hitzig diskutiert: Notwendigkeit oder Gängelung der privaten Baumbesitzer? Die Gemeindeverwaltung legt nun aus ihrer Sicht dar, zu welchen Aufgaben sie verpflichtet ist - es geht um fast 7000 Bäume.

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Die alte Lindenallee in Wiechendorf ist ein Beispiel für ein wunderschön erhaltenes Kulturgut in der dörflichen Umgebung.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. An der Ausschreibung der Stelle eines Baumkontrolleurs durch die Verwaltung zum jetzigen Zeitpunkt haben CDU und FDP bereits heftige Kritik geübt. Sie hätten erwartet, dass das Ergebnis einer Bürgerbefragung dazu abgewartet würde. Diese findet parallel zur Kommunalwahl am 11. September statt.

"Ich möchte unbedingt klarstellen, dass die Ausschreibung nicht im Zusammenhang mit der Möglichkeit einer neuen Baumschutzsatzung steht, sondern es um die Erfüllung einer bestehenden Pflichtaufgabe geht", betont Verwaltungsvorstand Joachim Rose auf Nachfrage dieser Zeitung. "Die Wedemark kann sich über ihre schöne Landschaft und ihre vielen Bäume freuen. Diese Bäume müssen aber durch eine Sichtkontrolle systematisch auf verkehrsgefährdende Schäden an Wurzeln, Stamm und Krone regelmäßig untersucht werden. Diese Verkehrssicherungspflicht obliegt nicht nur den Privateigentümern von Bäumen, sondern auch der Gemeinde", erläutert Rose.

Die von der Gemeinde Wedemark ausgeschriebene Stelle für einen Baumkontrolleur ist Rose zufolge nach dem Ausscheiden der damaligen Mitarbeiterin im Jahr 2012 nicht wieder besetzt worden. Wesentliche Aufgaben sind die Erfassung und die laufende Kontrolle der gemeindeeigenen Bäume und der Bäume in öffentlichen Bereichen.

Der Baumbestand in der Wedemark ist erheblich: Bisher sind 4500 Bäume registriert. "Und es wird davon ausgegangen, dass damit erst rund zwei Drittel erfasst sind. Dabei ist für jeden Baum festzulegen, wie oft er im Jahr kontrolliert werden muss", berichtet der Verwaltungsvorstand

Eine Vollzeitkraft könne bis zu 8000 Bäume der Prüfung unterziehen. Aus diesem Grund werde die Stelle nur mit 30 Wochenarbeitsstunden ausgeschrieben. Die Gemeindeverwaltung hat in den vergangenen Jahren versucht, diese Aufgabe über externe Fachkräfte zu erfüllen. "Wir mussten aber feststellen, dass damit noch immer nicht alle Bäume registriert werden konnten." Der bisher beauftragte Fachmann steht aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung. Bei dem Einsatz von eigenem Personal, das komme hinzu, falle keine Mehrwertsteuer an, betont Rose.

Er erinnert daran, dass die jetzt ausgeschriebene Stelle im Vorjahr bei der Aufstellung des Gemeindehaushalts 2016 in den Stellenplan aufgenommen wurde, "um der dauerhaften Pflichtaufgabe vollständig und kostengünstiger nachkommen zu können". Zu der Stelle des Baumkontrolleurs gehöre am Rande wie bisher auch: die Umsetzung der bereits bestehenden Baumschutzsatzung Bissendorf-Wietze. Denn, so Rose, die Verwaltung müsse alle vom Rat beschlossenen Satzungen anwenden.

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Quelle: Kallenbach
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