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Gemeinde bleibt doch bei alter VHS

Wedemark Gemeinde bleibt doch bei alter VHS

Kehrtwende in Sachen VHS: Die Gemeinde Wedemark erteilt der Stadt Langenhagen überraschend eine Absage und bleibt nun doch Mitglied in der Volkshochschule Hannover Land. Dennoch soll die Zusammenarbeit mit Langenhagen forciert werden.

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Auf nach Langenhagen? Lange war dies der Plan, doch jetzt hat die Gemeinde Wedemark ihre Meinung doch geändert.

Quelle: Jarolim-Vormeier (Archiv)

Wedemark. Die Vorteile einer weiteren Zusammenarbeit im Verbund der fünf Kommunen - Garbsen, Neustadt, Wunstorf, Burgwedel und Wedemark - hätten nach konstruktiven Gesprächen überwogen, hieß es am Dienstag aus dem Wedemärker Rathaus. An erster Stelle nannte Gemeindesprecher Hinrich Burmeister zur Begründung für den Verbleib: „Wir haben uns für die wirtschaftlich sinnvollste Lösung entschieden.“ Dies resultierte für die Gemeinde aus der Untersuchung einer Wirtschaftsprüfung in der VHS Hannover Land, sagte Burmeister dieser Zeitung.

Ein Ausstieg hätte durchaus Kosten in sechsstelliger Höhe bedeuten können. Nun hat die Wedemark in der Sitzung des Zweckverbandsausschusses am 26. Juni den Wunsch erklärt, in der VHS Hannover Land zu bleiben, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung aller Beteiligten gestern. Diese Weichenstellung für eine weitere Zusammenarbeit wurde von den anderen Kommunen und der VHS begrüßt. Die Verbandsversammlung muss dem Ansinnen am 28. Juli noch formell zustimmen.

Ausschlaggebend für den Wunsch der Gemeinde Wedemark sei die in den Gesprächen in den vergangenen Monaten erfolgte schrittweise Annäherung im Zweckverband gewesen, um eine thematische und organisatorische Neuausrichtung der VHS anzusteuern. So ist der Mitteilung zufolge eine Grundlage gegeben, um Organisation und inhaltliche Arbeit auch in Teilen neu aufzustellen. „Es gibt Überlegungen, auch mit umliegenden Kommunen zu kooperieren“, erläuterte Burmeister. Ein weiteres wichtiges Ziel der Gemeinde sei es, das VHS-Angebot für die Wedemark zu verbessern. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der VHS können alle fünf Kommunen die Angebote nach örtlichen Schwerpunkten gestalten. Auch eine inhaltliche Kooperation mit umliegenden Volkshochschulen wie Langenhagen sei deshalb denkbar.

Noch Anfang Juni hatte vieles daraufhin gedeutet, dass die Wedemark aus dem Zweckverband der Volkshochschule Hannover Land ausscheidet und sich nach Langenhagen orientiert.

Absage bleibt ohne Folgen für Langenhagen

Chancen und Vorteile hätte eine Kooperation zwischen der VHS Langenhagen und der Wedemark für beide Seiten gebracht, sagt Langenhagens Stadtsprecherin Juliane Stahl. Deshalb bedauere ihre Verwaltung die Entscheidung der Wedemark, respektiere sie aber zugleich.

Weil die VHS Langenhagen sich zwar konzeptionell, aber noch nicht personell auf die Zusammenarbeit eingestellt habe, könne das Projekt an dieser Stelle problemlos abgebrochen werden. Zudem sei Langenhagen stets über den Stand der Verhandlungen informiert gewesen. „Die Absage kam kurzfristig, aber nicht überraschend.“

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