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Ortsfeuerwehren helfen richtig gut weiter

Wedemark/Burgwedel Ortsfeuerwehren helfen richtig gut weiter

Unfallorte und - drängend auch – die Betreuung von Flüchtlingen: Zunehmend sind Polizei und Feuerwehren mit ihrer Hilfe gefragt. Der Wedemärker Gemeindebrandmeister Maik Plischke hat jetzt den Gedanken nach gemeinsamen Fortbildungen genau dazu aufgebracht.

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Wedemark. Hervorragend klappe das Zusammenspiel, bestätigte der Mellendorfer Kommissariatsleiter, Klaus Waschkewitz, jetzt in der Gemeindekommandositzung der Freiwilligen Feuerwehr Wedemark. In Einsätzen sei die Polizei oft auf die technische Hilfe der Feuerwehr angewiesen, und alle Kollegen wünschten sich eine gute Zusammenarbeit. Besonders an die Ortsfeuerwehren Mellendorf und Bissendorf richtete Bürgermeister Helge Zychlinski in der Versammlung im Feuerwehrgeräthaus in Mellendorf seinen Dank für die Einrichtung der Flüchtlings-Sammelunterkünfte Jugendhalle und Mehrzweckhalle: „Sie haben richtig, richtig weitergeholfen“.

Eine Menge vorgenommen habe sich die Gemeinde, was die Ausstattung der Feuerwehren angehe, betonte Zychlinski. Mit dem neuen Fahrzeug für Wennebostel befinde man sich langsam auf der Zielgeraden, auch das für Negenborn könne, wenn der Haushalt genehmigt sei, bald ausgeschrieben werden. Dies gelte auch für die persönliche Schutzkleidung der Feuerwehraktiven. Der zentrale Schlauchpool, kündigte Zychlinski an, werde am künftigen Standort des Bauhofs der Gemeinde in Hellendorf mit untergebracht.

Die persönliche Schutzkleidung – mit den Jacken und Hosen für alle Atemschutzgeräteträger könne wohl bis Weihnachten gerechnet werden, berichtete Jens Kahlmeyer aus dem Gemeindedekommando. Man richte sich in der europaweiten Ausschreibung komplett nach der Nachbarstadt Langenhagen.

Eine Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Burgwedel wird vorbereitet: Während der Gefahrgutzug der Wedemärker Feuerwehr schon seit 20 Jahren aktiv ist, baut die Nachbarkommune einen solchen erst auf. Die Wedemärker unterstützen sie; im August ist eine gemeinsame Übung geplant.

Über 566 Aktive verfügt die Gemeindefeuerwehr aktuell. Dass die Nachwuchsarbeit gut aufgestellt ist, zeigen die Zahlen: In 14 Jugendfeuerwehren sind in der Wedemark 177 Jugendliche (123 Jungen und 54 Mädchen) in ihrer Freizeit dabei – 14 gingen aktuell in den aktiven Dienst über. 48 Betreuer engagieren sich, noch einmal zehn in den vier Kinderfeuerwehren mit 67 Kindern.

385 Alarmierungen für 78 Einsätze bei Bränden und 147 zu Unfällen und Hilfeleistungen weist der Jahresbericht des Gemeindebrandmeisters aus. Wie schwer manche davon zu verkraften waren für die Aktiven, davon sprach auch das Angebot des Mellendorfer Pastors Michael Brodermanns,  nach und bei Einsätzen die Hilfe der Seelsorger in Anspruch zu nehmen.

Brandschutzerziehung in Schulen – der Gemeindebrandmeister rief zu noch mehr Engagement in den eigenen Reihen auf, da die Arbeit dieser Gruppe sich mit dem Ausbau von Ganztagsschulen erheblich ausweite. Auch die älteren Feuerwehrleute könnten sich mit ihrer Erfahrung dort bestens einbringen.

Von Ursula Kallenbach

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