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Heißausbildung über viele kalte Stunden

Wedemark Heißausbildung über viele kalte Stunden

84 Atemschutzgeräteträgern hat die Gemeindefeuerwehr am Wochenende eine spezielle „Heißausbildung“ ermöglicht: Die Aktiven wurden in einen geschlossenen Brandsimulator geschickt, um einen Wohnungsbrand und andere heikle Situationen zu durchlaufen.

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Zu zweit steigen die Atemschutzgeräteträger in den Großsimulator zum Training.

Quelle: Kallenbach

Elze. Freitag und Sonnabend ganztägig rüsteten sich die Aktiven, um zu zweit oder dritt über eine Leiter von oben in den Container zu steigen. Jeweils etwa 20 Minuten kämpften sie sich hindurch – vor allem auch mit den richtigen Entscheidungen. Auch wenn Flammen zu sehen waren und das Löschwasser herauslief: "Das ist ein taktisches Training", verdeutlichte Hans Blaul, Eigentümer und Vermieter des riesigen Simulators. Den geeigneten Standort für den Großcontainer bot der Vorplatz der Feuerwehr Elze an der Wasserwerkstraße.

Türen öffnen, Feuer auf der Innentreppe, zwei brennende Propangasflaschen und Zimmerbrand – und schließlich geordneter Rückzug. Dann hatten es die Aktiven geschafft. Als Chef des Szenarios stand derweil Blaul am Steuerzentrum der gasbefeuerten Anlage, die immerhin einen Wert von knapp einer Million Euro darstellt. Drei solcher Container hat er in Betrieb. Während sich die Atemschutzgeräteträger in der Gerätehalle nacheinander einkleideten, erläuterte Blaul Bürgermeister Helge Zychlinski und dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister Christoph Boss die technischen Details.

Den Feuerwehrleuten kam er mit dem einen oder anderen praktischen Hinweis zu Hilfe. So sei der Abstieg auf einer Treppe heute nicht mehr rückwärts angesagt, sondern schräg vorwärts. "Und es gibt eine goldene Regel: Es darf nie Feuer zwischen mir und dem Ausgang sein", schärfte er den Aktiven ein. Wie der Rückzug anzutreten sei, wenn der Brand gelöscht ist, beschrieb er unvergesslich: "Der Rückzug ist weder eine Flucht noch ein Wandertag."

"Es ist super verlaufen", bestätigte der stellvertretende Gemeindebrandmeister gestern. "Wir haben das Bestreben, das Training zu wiederholen." Es ist ein zusätzliches Angebot für die insgesamt 140 Atemschutzgeräteträger in der Gemeindefeuerwehr, die ohnehin regelmäßig eine Atemschutzstrecke und Gesundheitsprüfungen absolvieren müssen. Aber die Teilnahme an Trainingseinsätzen sei nicht allen gleichzeitig immer möglich, sagte Boss. Die großen Ortsfeuerwehren in der Gemeinde stellen jeweils bis zu 30 dieser speziellen Einsatzkräfte, die kleineren entsprechend weniger.

Trotz Heißausbildung: Wer gerade nicht im Einsatz war, musste sich in den kalten Novemberstunden mit heißem Tee warmhalten.

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