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Bei Stellvertreterwahl hakt es im Getriebe

Wedemark Bei Stellvertreterwahl hakt es im Getriebe

Ohne Populismus mögen diese Ratsmitglieder auskommen und eine gute Hand für die Heimat Wedemark haben. Diese Hoffnung vermutlich vieler Wedemärker hat die Brelingerin Irmtraud Bernstorf in der Fragestunde der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates vorausgeschickt, speziell gerichtet an die „Neuen“.

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Bürgermeister Helge Zychlinski (zweiter von links) wird jetzt unterstützt von seinen drei ehrenamtlichen Vertretern Editha Lorberg (links), Peter Reuter (vierter von links) und Susanne Brakelmann. Gewählter Ratsvorsitzender ist Wolfgang Kasten (neben Zychlinski).

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Bernstorf verband es mit einem Dank an Bürgermeister Helge Zychlinski: „Sie haben die Flüchtlingsangelegenheiten in der Wedemark hervorragend organisiert“. Der Verwaltungschef leitete das Lob umgehend an seine Mitarbeiter weiter. Ihm wiederum war es wichtig, allen neu gewählten Ratsmitgliedern Anerkennung dafür auszusprechen, dass sie ehrenamtlich „bereit sind, auf Dauer gemeinwohlorientiert“ zu arbeiten und nicht nur für befristete Projekte im eigenen Umfeld.

Die angesprochenen Neuen im Rat – die AfD-Fraktion, die neu gebildete Gruppe FDP/Bündnis C-Gruppe und die WWR (Wählergemeinschaft Wedemark Resse) hielten sich in dieser konstituierenden Sitzung teils mit Enthaltungen in Abstimmungen zurück, teils setzten sie schon Akzente.

Die großen Parteien CDU (13 Sitze) und SPD (elf) haben in ihrem Koalitionsvertrag die politischen Stellschrauben vorher festgezogen. Auch die vorgeschlagenen Vorsitzenden der Ausschüsse waren so vor der Ratssitzung schon benannt. Die Stellvertreter werden in den Ausschüssen selbst gewählt. Insgesamt wurde die Zahl der Ausschüsse übereinstimmend von acht auf sechs zurückgefahren.

Dennoch ging es in der Ratssitzung um einzelne Nickligkeiten, die nicht vorhersehbar waren. Dass Wolfgang Kasten (CDU) per Akklamation ohne Gegenstimmen und Enthaltungen den Rat für diese Periode leiten wird, gelang einstimmig; Rebecca Schamber (SPD) wird Stellvertreterin. Bei den Wahlen zu den drei ehrenamtlichen Vertretern des Bürgermeisters hakte es im Getriebe. Gleichberechtigt sollen sie sein, nicht mehr abgestuft als 1., 2. und 3. – da ziehen alle mit. Susanne Brakelmann (CDU), Editha Lorberg (CDU) und Peter Reuter (SPD) werden, wie vorgeschlagen, die Aufgaben übernehmen.

Von den Grünen baute Wilhelm Lucka für die Abstimmung aber noch eine Hürde ein: Es solle bitte geheim gewählt werden. „Jeder soll persönlich entscheiden können, ohne einen Gruppendruck zu spüren“, forderte er. Die Gruppe Bündnis C/FDP-Fraktion würde sich bei dieser Wahl der Stellvertreter enthalten, drohte wiederum Erik van der Vorm an, würden die großen Fraktionen nicht an dieser Stelle untermauern, was sie gegenüber den kleinen Gruppen im Vorfeld angekündigt hatten: Sie sollten die „Kleinen“ berücksichtigen. „Sie sollten so großzügig sein: Lassen Sie sich doch die Kleinen einigen auf einen dritten Bürgermeistervertreter“, regte er an.

„Ich dachte immer, wir treffen hier Ratsentscheidungen und sind nicht auf einem orientalischen Basar“, wies der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Benk das Ansinnen zurück. „Wir bleiben dabei, was wir vorgeschlagen haben.“

Das Ausdrucken der Wahlzettel für die unverhofft beantragte geheime Wahl überließ die Ratsmitglieder einer kurzen Pause, dann hatten sie in Wahlkabinen auf der Bühne ihre Kreuzchen gemacht. Brakelmann, Reuter und Lorberg wurden mit 29, 27 und 25 Ja-Stimmen gewählt und nahmen sie auch an. Die geheime Wahl öffnete zugleich das Feld für wenige Gegenstimmen und einige mehr Enthaltungen – und vielleicht das Fenster dazu, wie Abstimmungen in diesem groß-koalitionären Rat mit vielen Kleinen künftig zu erwarten sind.

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