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Ganztagsbetrieb sorgt für Diskussion im Rat

Wedemark Ganztagsbetrieb sorgt für Diskussion im Rat

Die geplante Einführung eines kombinierten offenen und teilgebundenen Ganztagsbetriebs an der Grundschule Resse wurde zum ersten inhaltlichen Streitpunkt in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats Wedemark im Schulzentrum Mellendorf.

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Die Resser Grundschule hat offen-teilgebundenes Ganztagskonzept entwickelt.

Quelle: Kallenbach

Wedemark.  Für das Bündnis C in einer Gruppe mit der FDP-Fraktion – eine neue Konstellation im Rat – kritisierte Martin Schönhoff, dass die Entscheidung „von den Eltern und Kindern weggezogen“ werde und bei Teilgebundenheit die Gemeinde als Schulträger darüber entscheide. Der Hälfte der Eltern an der Resser Schule werde das Konzept „teilgebunden“ übergestülpt, führte er an. Sie hätten keine Wahlfreiheit mehr. Offenen Ganztagsschulen als freiwilligen Ergänzungen stimme er zu, betonte Schönhoff, „die teilgebundene lehnen wir ab“.

Die Sache eilt und war auch deshalb auf die Tagesordnung der ersten Ratssitzung gesetzt worden. Bis zum 1. Dezember muss der Antrag der Gemeinde auf die Einführung dreier Ganztagsschulen zum Schuljahr 2017/2018 bei der Landesschulbehörde eingegangen sein. Die Grundschulen Elze, Hellendorf und Resse haben sich in einem eingehenden Abstimmungsprozess mit Eltern, Schulleitungen, Lehrern und Verwaltung auf diesen Schritt vorbereitet und Konzepte vorgelegt, dabei Elze und Hellendorf als übliche offene Ganztagsschulen. Auch die zuständigen Ortsräte und der Fachausschuss für Bildung haben der Umwandlung zugestimmt.

Die CDU- und die SPD-Fraktion bejahten die gewünschte Umwandlung aller drei Schulen einhellig. Jessica Borgas betonte für beide Fraktionen, dass – anders als Schönhoff eingewandt hatte – der Elternwille in Resse für die offene und teilgebundene Ganztagsschule klar geäußert wurde: „Der Wunsch kam von Eltern und Schule.“ Auch Bürgermeister Helge Zychlinski stellte richtig, dass dieser Antrag an Verwaltung und Politik aus der Schulgemeinschaft gekommen sei und korrigierte die Deutung von Schönhoff. Zum Abschluss des vorbereitenden Prozesses an der Resser Schule „waren letztlich nur zwei Eltern dagegen“. Das Konzept in Resse sei eine absolute Innovation, betonte er. „Das kann man nicht einfach wegtun aus ideologischen Gründen.“

Beim Beschluss für die Umwandlung der Resser Schule stimmten die FDP/Bündnis C-Gruppe und die beiden AfD-Vertreter dagegen, für die erstmals im Rat vertretene WWR (Wählergemeinschaft Wedemark Resse) enthielt sich Martin Schumacher.

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