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Gespräche zur Erweiterung des Sennheisergeländes werden fortgesetzt
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Wedemark Gespräche zur Erweiterung des Sennheisergeländes werden fortgesetzt

Die Anwohner, das Unternehmen Sennheiser und die Gemeindeverwaltung bleiben im Gespräch. Die Planungen für die Erweiterung des Betriebsgeländes für das Unternehmen sollen Anfang April in einer weiteren Gesprächsrunde abgestimmt werden.

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Für die Erweiterung des Mitarbeiterparkplatzes hat das Unternehmen Sennheiser die Ackerflächen am unteren Bildrand gekauft.

Quelle: fresh breeze

Wennebostel. Etwa 80 Besucher bildeten für den Ortsrat Wennebostel bei seiner Sitzung am Donnerstagabend eine ungewohnt große Kulisse. Gemeindebürgermeister Tjark Bartels kündigte an, dass Detailfragen, die er Anfang Januar mit der von Anwohnern gebildeten Bürgerinitiative erörtert hatte, inzwischen auch mit Andreas Sennheiser besprochen worden sind und in die weiteren Planungen einfließen sollen. Bartels will am 5. April erneut mit den Anwohnern zusammenkommen, bevor der Gemeinderat Mitte April die öffentliche Auslegung der Bauleitplanung beschließen soll.

„Dafür haben wir die Zeitschiene etwas nach hinten verschoben“, sagte Bartels und forderte die Einwohner auf, ihre Anregungen frühzeitig zu geben. „Mein Ziel ist eine Planung, die die Interessen von Sennheiser und die der Anlieger berücksichtigt“, sagte Bartels.

„Wir streben keine Maximalausnutzung der Fläche an“, machte Andreas Sennheiser in der Sitzung deutlich. Der erst vor etwa einem halben Jahr erfolgte Grundstückszukauf sei aus rein strategischen Überlegungen erfolgt, um Optionen für eine Unternehmenserweiterung zu haben. Vermutlich werde dort in den nächsten fünf bis acht Jahren baulich nichts passieren. Die Fläche sei vorerst für eine Parkplatzerweiterung vorgesehen, weil noch in diesem Jahr mit dem Bau des Innovationscampus auf dem Firmengelände an der Lindenstraße begonnen werden solle. Eine Zufahrt vom Parkplatz auf den Wennebosteler Kirchweg sei in keiner Planung vorgesehen gewesen, betonte Sennheiser.

Zu Vorschlägen, eine Betriebserweiterung an ganz anderer Stelle in einem Gewerbegebiet in der Wedemark vorzunehmen, sagte Andreas Sennheiser, dass Wennebostel die Heimat des Unternehmens und damit auch Heimat für viele Mitarbeiter sei. Eine Auslagerung von Teilen des Unternehmens sei für eine Zusammenarbeit um ein Vielfaches schlechter. Darum sei das Werk in Burgdorf erst vor wenigen Jahren in den Standort Wennebostel integriert worden.

„Wir sind nicht dagegen, dass Sennheiser expandiert“, sagte ein Besucher. Vielmehr wurde Kritik daran geübt, dass die Fläche hinter dem Edeka-Markt vor sechs bis sieben Jahren überhaupt als Wohnbauland ausgewiesen worden ist. Bürgermeister Tjark Bartels betonte, dass die Wohnbebauung Bestandsschutz genieße und die Bauleitplanung für Sennheiser nicht dazu führen dürfe, dass das Wohnen beispielsweise durch Betriebslärm beeinträchtigt werde. Die Wohnbebauung schränke das geplante Gewerbegebiet ein. „Der Plan wird weniger zulassen, als rechtlich zulässig wäre“, sagte Bartels. „Es wird ein Bebauungsplan werden, der nicht alle Maximalforderungen der Anwohner aber auch von Sennheiser zulässt“, stellte der Bürgermeister klar.

Sennheiser gehöre zu Wennebostel. Es handele sich um eine gewachsen Ortsstruktur. „Zu einer lebendigen Infrastruktur gehören auch Brüche“, sagte Bartels. Über das Spannungsfeld müsse diskutiert werden. Über Gebäudehöhen sei bereits mit dem Unternehmen gesprochen worden.

Ortsbürgermeister Joachim von Einem freute sich über konstruktive Gespräche und Wortbeiträge. „Wir als Bürger in Wennebostel stehen zur Erweiterung. Sie können sich zu Recht hier zu Hause fühlen“, sagte von Einem an Andreas Sennheiser gewandt. Dagegen gab es keinen Widerspruch.

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HAZ-Redakteur/in Friedel Bernstorf

Eine Tour durch die Wedemark

Ganz im Norden der Region Hannover liegt die Wedemark: 16 Ortsteile gehören zu der Gemeinde mit ihren etwa 29.000 Einwohnern. Bissendorf und Mellendorf sind die größten Orte mit jeweils gut 6000 Bürgern.

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