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Hummeln sollen nicht hungern

Wedemark Hummeln sollen nicht hungern

Wer sommers an pieksende Mücken oder wandernde Ameisenkolonien denkt, hat möglicherweise die Ernährungslage von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen nicht im Blick. Denen droht ab Juli ein Hungertod.

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Mindestens 20 Hektar Bienenweide könnten durch blühende Gemeindewegeseitenränder entstehen, wie Wilhelm Lucka ausgerechnet hat.

Quelle: Chadde

Bennemühlen. Im Juni sind Raps- und Obstblüte vorüber, das Blütennektar-Angebot nimmt schlagartig ab. Da Gartenbesitzer ebenfalls vermehrt auf pflegeleichte Flächen setzen, ist für Insekten immer weniger Nektar zu holen. Kiesflächen, Rasen oder Kirschlorbeer können das Verschwinden vieler Wildblüher nicht ersetzen, weshalb Bienen und Hummeln ab Juli von Hunger bedroht sind.

Während Privatleute mit Wildblumenwiesen sowie bienenfreundlichen Stauden ihren ganz persönlichen Beitrag zum Artenschutz leisten können, möchte die Grünen-Fraktion am Montag, 13. Juni, einen weiterführenden Antrag in den Rat einbringen. Nach Vorstellung der Grünen sollen Wedemarks Wegeseitenränder zukünftig bewusst in ein Insektenbüfett verwandelt werden: „Die im Eigentum der Gemeinde befindlichen Wege möchten wir für die Förderung und Erhaltung der Artenvielfalt nutzen“, sagt Wilhelm Lucka. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen schätzt, dass rund 200 Kilometer Wegeseitenränder vorhanden sind. Schon bei einer Breite von nur einem Meter kämen 20 Hektar Bienenweide zusammen. Außerdem dienen Wildblumenflächen kleinen Nagetieren, wie Mäusen, als Versteck. In die Mäuselöcher können später heimische Erdhummeln einziehen, die neben Nahrungs- auch noch Wohnungsnot haben. Fach-Gärtnereien bieten inzwischen besonders bienenfreundliche Staudensortimente an und wer Angst vorm Bienenstich hat, weiß jetzt: die wollen nur fressen, nicht stechen.

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Bienenweide: Blütenreiche Stauden sichern die Ernährung von Bienen und Hummeln.

Quelle: Chadde

Von PATRICIA CHADDE

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