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Günstige Lebensmittel für Bedürftige

Wedemark Günstige Lebensmittel für Bedürftige

Die Langenhagener Tafel weitet ihre Aktivitäten in die Wedemark aus. Anfang April wird eine Ausgabestelle in Elze eröffnet. 15 Ehrenamtliche stehen bereit.

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Jutta Holtmann (Dritte von rechts) freut sich über den bevorstehenden Start der Langenhagener Tafel bei der Kirchengemeinde mitten in Elze -15 ehrenamtliche Helfer stehen ihr zur Seite.

Quelle: Kallenbach

Elze/Bissendorf. Ab Montag, 4. April, öffnet die Langenhagener Tafel nun auch in Elze eine Ausgabestelle, um Menschen mit geringen Einkommen Lebensmittel zur Verfügung zu stellen. 15 Ehrenamtliche engagieren sich vor Ort. Im kirchlichen Gemeindezentrum an der Wasserwerkstraße stehen dann immer montags, jeweils von 12 bis 13 Uhr, die Beutel bereit, die für den Bedarf kleinerer und größerer Haushalte gepackt sind. Wenn es ihnen möglich ist, sollen die Abnehmer einen Euro bezahlen.

Wer in Elze die Hilfe in Anspruch nehmen möchte, hat nicht viel Bürokratie zu befürchten: Die Abnehmer der Beutel müssen nur einmal einen Nachweis ihrer finanziell beschränkten Situation vorlegen.

Für muslimische Haushalte gebe es Extra-Tüten ohne Fleisch, betont Jutta Holtmann, die Vorsitzende der Langenhagener Tafel. Sie hat die Ausgabestelle bei der Kirchengemeinde Elze-Bennemühlen initiiert.

„Wie viele Menschen die Stelle in Elze anlaufen werden, können wir noch nicht einschätzen“, betont Holtmann. „In der Stelle in Bissendorf haben wir inzwischen einen Aufnahmestopp. Die Zahl der Abnehmer ist zu groß geworden.“ Im kirchlichen Gemeindehaus werden dort freitags von 14.30 bis 16.30 Uhr Lebensmittel bereitgestellt. Nach Auskunft der St.-Michaelis-Kirchengemeinde sind es täglich etwa 130 Tüten. Der Einzugsbereich umfasst die gesamte Wedemark.

„Wir haben immer mehr Zulauf, gleichzeitig aber immer weniger Ware“, erläutert Holtmann beim Initiativtreffen mit den Ehrenamtlichen in Elze. Die Tafel erhalte immer weniger Lebensmittel aus dem Einzelhandel, sagte sie. Ein Effekt, den sie sogar der Tafel zuschreibt. „Die Supermärkte kaufen jetzt besser ein, korrigieren dank der Tafel ihre Mengen und verkaufen ihre Reste inzwischen besser“, erklärt Holtmann.

In der Wedemark kündigt sich eine glückliche Situation an. Das neue Rewe-Verteilzentrum in Berkhof habe signalisiert, dass die Tafel dort frische Waren abholen dürfe, sagt Holtmann. „Wir wissen noch nicht, um welche Mengen es geht, und wir müssen auch noch die Fahrrouten festlegen.“ Grundsätzlich sei dies palettenweise frische Ware, die nicht mehr an den Handel geliefert werde.

von Ursula Kallenbach

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