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Hähne krähen um die Wette

Wedemark Hähne krähen um die Wette

Für die Besucher war es ein munteres Ganztagesprogramm mit Hähnekrähen, Kükenbrut und Laufenten, mit Reiten und Musik. Dem Rassegeflügelzuchtverein Wedemark aber ist bei seiner ersten öffentlichen Veranstaltung nach der Aufstallungspflicht ein Riesenstein vom Vereinsherzen gepoltert.

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Die 14-jährige Samantha Gülich hat den geleasten Maran-Hahn fest im Griff, und Jugendwartin Martina Brinkmann freut sich über so viele Besucher.

Quelle: Kallenbach

Wedemark.  „Wir zeigen, dass es uns noch gibt“, sagte der Vereinsvorsitzende Hendrik Biesalski, in diesem Amt erst im zweiten Jahr. Auf dem Hof Schnehage, dem Grundstück des Vereinsheims in Wiechendorf, hatten die Aktiven alles getan, um die Tradition des Hähnewettkrähens am 1. Mai mit der nunmehr 49. Veranstaltung lebendig zu halten und das Zuchtgeflügel mit einem Rahmenprogramm Familien und dem Nachwuchs vertrauter zu machen.

Nachwuchs gab‘s, wie schön, auch bei den Hühnern zu bestaunen. Im Schaubrutkasten kämpften sich Küken, zeitlich korrekt geplant, nach 21  Tagen live aus der harten Eischale. Der Brutmeister des Vereins, Eckhard Widdel, hat die Hand über insgesamt 38 Hühnereier gehalten, die er so Stunde um Stunde mit Temperatur- und Feuchtigkeitsregler begleitete. Daneben hatte eine Seidenhuhn-Henne die natürliche „Geburt“ schon hinter sich: In einem Schaukäfig breitete sie schützend ihr Gefieder über ihre Küken. Diese waren ihr allerdings als Eier einer anderen Rasse untergelegt worden – sie hatte immerhin die natürliche Brutleistung vollbracht.

38 kleine und große Rassehähne von Züchtern krähten diesmal um die Wette, korrekt abgehört und mit jedem Krähen auf Strichlisten notiert. Die 14-jährige Samantha Gülich aus Godshorn, die ihre Freundin in Wiechendorf besuchte, setzte wie viele Kinder und Jugendliche auf den Hahn eines Züchters, quasi ein Leasing-Hahn, und hoffte auf einen Pokal. Mindestens war eine Bratwurst für die Teilnahme zugesichert. In der Jugendgruppe des Vereins treffen sich regelmäßig zehn Kinder und Jugendliche. Mit ihnen zählt die Rassegeflügelzuchtvereinigung aktuell 115 Mitglieder.

„Wir haben eine ganz gute Altersmischung. Erwachsene Neuzüchter kommen erst nach der abgeschlossenen Familienphase dazu, also im Alter ab 50 Jahren“, verdeutlicht Biesalski. Die Schausaison, darüber ist er froh, beginnt jetzt wieder, nachdem sie wegen der lange dauernden Geflügelpest vorher behördlich untersagt war. In der RGZV haben darum keine Züchter ihre Zucht aufgegeben, „wohl aber in anderen Vereinen“.

„Drei Jahre junger Hund, drei Jahre guter Hund, drei Jahre alter Hund“, beschrieb der hauptberufliche Schäfer Clemens Lippschus aus Schneverdingen die Berufsaussichten seines Herdenhundes Flip. Besorgten Besuchern versicherte er jedoch, dass er die Leistung seiner Hunde lebenslang würdige – immerhin haben sie dort in der Heide 650 Heidschnucken zusammenzuhalten. Statt die Schnucken aufwendig im Hänger nach Wiechendorf zu transportieren, hatte sich der Schäfer für die Vorführung mit Hütehund diesmal für eine Gruppe Laufenten entschieden. Bordercollie Flip bewachte und umrundete auch sie pflichtgemäß zur Freude der Zuschauer.

Am Ende des Tages stand fest: Tagessieger beim Hähnewettkrähen wurde Dirk Schlüter mit einem Zwerg-Wyandotten-Hahn. Bei den Kindern gewann Tim Müller-Tahnisch mit einem rasselosen Hahn.

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