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Helfer retten zwei Vermisste

Brelingen/Bissendorf Helfer retten zwei Vermisste

Für eine gemeinsame Übung konnten am Sonntag 35 Feuerwehrleute der Brelinger und Bissendorfer Ortsfeuerwehren den ehemaligen Hof Wieters mal so richtig vernebeln, mit Wasser aus dem Strahlrohr löschen und auf zwei vermisste „Bewohner“ durchsuchen. Rücksicht auf Türen, Fenster oder Mobiliar mussten sie nicht nehmen: Am Montag wird der Hof abgerissen.

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Das Abrissgebäude bietet beste Gelegenheit für eine Einsatzübung der Feuerwehren.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Nach Herzenslust durften die Aktiven vorgehen, aber natürlich auch streng nach Einsatzplan: Ab 9.30 Uhr rückte zunächst die Ortsfeuerwehr Brelingen an. Der Weg vom Feuerwehrhaus zu den „brennenden“ Hofgebäuden war nicht weit - es ging auf die gegenüberliegende Straßenseite.

Dort erwartete die Retter schon weißer Nebel. Eigens aufgestellte Nebelmaschinen - sie sind für die Gemeindefeuerwehr in Mellendorf stationiert - erzeugten den Eindruck eines brennenden, qualmenden Gebäudes. „Die Atemschutzgeräteträger, die sich darin auf die Suche nach Menschen machen, können definitiv nichts sehen, wie im Realfall“, verdeutlichte Holger Bauer von der Bissendorfer Feuerwehr. „Nur Hitze können wir nicht simulieren.“ Das Stromkabel für die Nebelmaschinen wurde vom Nachbargrundstück gelegt.

Während die Einsatzleitungen - die ebenfalls alarmierten Bissendorfer waren inzwischen eingewiesen - ihre Atemschutzgeräteträger hinein schickten, bauten andere Trupps die Wasserversorgung und eine sogenannte Riegelstellung auf. „Dabei wird mit Wasser eine Brandausbreitung verhindert“, erläuterte Michael Helfers, der ehemalige Brelinger Ortsbrandmeister. Die Leitung der Einsatzübung lag in den Händen des neuen Ortsbrandmeisters, Marcus Karp.

Nach 20 Minuten erklang ein anhaltender Piepton: Die Automatik der Atemluftflaschen signalisierte lautstark, dass der erste Trupp aus dem qualmenden Gebäude muss. Der erste vermisste Mensch (eine Strohpuppe) war aber inzwischen gerettet worden, und auch der zweite folgte schnell. An einer Seite des Gebäudes wurde den Rettern über Leitern weiterer ein Fluchtweg eröffnet.

Nach einer Stunde waren die Übungen zur Personensuche, zum Schlauchmanagements und zur Strahlrohrtechnik absolviert. Der neue Eigentümer des ehemaliger Hof Wieters verfolgte mit seiner Familie die Übung mit bester Sicht vom Heuboden.

Von Ursula Kallenbach

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