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In Mellendorf lässt die Sonne das Eis gefrieren

Mellendorf In Mellendorf lässt die Sonne das Eis gefrieren

Im Mellendorfer Eisstadion sorgt ab dieser Saison die Sonne dafür, dass das Eis gefriert. Rund 60 000 Euro hat die Sport und Freizeit GmbH in eine Fotovoltaikanlage investiert, mit deren Strom die Kälteaggregate angetrieben werden.

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Bad- und Stadionbetreiber Ingo Haselbacher (von links) steht mit den Eon-Vertretern Stefan Jödicke, Rüdiger Fittje und Günther Weber vor einem der Dächer, auf dem die neue Fotovoltaikanlage montiert ist.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Geschäftsführer Ingo Haselbacher und Vertreter des Energie- und Anlagenanbieters Eon stellten die Vorzüge der Innovation am Freitag bei einem Pressegespräch vor. 243 Solarmudule mit einer Gesamtfläche von rund 540 Quadratmeter fangen auf mehreren Dächern die Sonnenenergie ein und wandeln sie im Strom um. Die Leistung der Anlage liegt bei 63,18 Kilowatt peak, wie die Fachleute sagen. „Das reicht, um den durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 21 Einfamilienhaushalten zu decken“, verdeutlichte Eon-Regionaldirektor Rüdiger Fittje.

Anders als bei vielen anderen Fotovoltaikanlagen wird der erzeugte Strom nicht ins Netz eingespeist, um von der Einspeisevergütung zu profitieren. Statt dessen hält der Sonnenstrom im Winter den Kältegenerator fürs Eisstadion in Gang und liefert im Sommer den Saft für die Umwälzpumpen des Freibades, erläuterte Haselbacher. Einen Netzanschluss braucht er allerdings immer noch, den die Solarenergie deckt den Jahresverbrauch nur zu rund 10 bis 12 Prozent.

Wenn das Unternehmen auch das große Dach des Eisstadions mit Solarzellen bestückt hätte, könnten bis zu 50 Prozent Deckungsgrad erreicht werden. Der Haken an der Idee: Die Dachhaut enthält Asbest. Solange niemand daran rührt, genießt sie Bestandsschutz. Sobald man sie irgendwie anfasst, wirds richtig teuer. Folglich kam sie für eine Installation nicht infrage.

Haselbacher rechnet damit, dass sich die Investition schon in sieben Jahren amortisiert. „Dann erzielen wir monatlich eine Ersparnis von rund 600 Euro“, sagte er. „Die Lösung, selbst erzeugten Strom ohne Zwischenspeicherung selbst zu verbrauchen ist besondern effektiv“, stellte Fittje fest.

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