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Inklusionskino ist jetzt technisch autark

Wedemark Inklusionskino ist jetzt technisch autark

Im Schnitt 50, aber auch mal 100 Zuschauer lassen sich im Bürgerhaus in Bissendorf einmal monatlich das Inklusionskino nicht entgehen. Technische Standards und Annehmlichkeiten sorgen für ein kurzweiliges Vergnügen - und ohne Einschränkungen für Behinderte.

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Im Bürgersaal setzen sich die Aktiven des Inklusionskinos diesmal als Publikum in die erste Reihe. Daniel Diedrich (von links) und Gabriele Bartels mit Ehemann Klaus sind der Motor des Projekts.

Quelle: Kallenbach

Bissendorf. Wozu ein Blue-Ray-Player? Bei den Vorführungen des Inklusionskinos im Bürgerhaus in Bissendorf stolpert jetzt niemand mehr über Kabel. Drei Mal hat die ehrenamtliche Filmgruppe die neu angeschaffte Technik der Gemeinde Wedemark nun schon im Bürgersaal eingesetzt, und es gibt noch mehr Neuerungen.

Vor drei Jahren hat die ehrenamtliche Initiatorin Gabriele Bartels ihre ersten Kinoabende organisiert. Inzwischen steht eine mehrköpfige Gruppe hinter dem Projekt. Sie ermöglicht Menschen mit Behinderungen aller Art, gemeinsam ohne die vielerlei sonst üblichen Barrieren einmal im Monat Filme anzuschauen, zu hören oder mit Untertiteln zu verfolgen. Dazu liefert das Café Einzigartig – ein ehrenamtlich organisiertes Spenden-Café – Kinoatmosphäre mit Snacks, Brezeln, Popcorn und Getränken. Beim nächsten Kinotermin, am Freitag, 1. Dezember, ist die Weihnachts-Muppet-Story zu sehen. Einlass im Bürgersaal ist ab 18.30 Uhr, Kino ab 19 Uhr – wie immer.

„Wir sind jetzt technisch autark“, bescheinigt Daniel Diedrich dem Inklusionskino. Der Leiter der Freiwilligenagentur Wedemark im Mehrgenerationenhaus in Mellendorf bietet das Dach für die Initiative. Er hat Lizenzen angekauft, damit die Filme von DVDs im Bürgerhaus und im Mehrgenerationenhaus gezeigt werden können - Inklusionskino in Eigenregie. „Das spart Geld“, betonen Diedrich und Bartels. Vorher mussten die Zuschauer fünf Euro Eintritt bezahlen, jetzt drei Euro.

„Mein Wunschtraum wäre, im nächsten Sommer im Innenhof des Mehrgenerationenhauses einen schönen Kinoabend anzubieten“, sagt die Initiatorin nach nunmehr drei Jahren eines guten Laufs. Im Bürgerhaus das Kino anzubieten, sei gleichwohl sehr wichtig. „Die Besucher können hier die Technik der Gehörschleife nutzen und gesprochene Erläuterungen während des Films hören“, verdeutlicht Bartels. Im Bürgerhaus sei zudem die Behindertentoilette Standard.

In der festen Kinogruppe sorgen Gabriele und Ehemann Klaus Bartels für die Filmauswahl und die Organisation, als Filmvorführer ist Sohn Reemt Bartels dabei, dessen Sohn Thees wiederum sitzt an der Kasse. Die Arbeit im Café Einzigartig schultern Christiane Falk und Helga Müller. Daniel Diedrich unterstützt die Gruppe in der Freiwilligenagentur, in der Gemeindeverwaltung ist Annegret Koehler verantwortlich für das Management im Bürgerhaus.

Über die Weihnachts-Muppet-Story hinaus plant das Inklusionskino schon weitere Filme im Januar, Februar und März.

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