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Mit "Bienen-Yoga" auf Erfolgskurs

Wedemark Mit "Bienen-Yoga" auf Erfolgskurs

Innerhalb von fünf Jahren wurde mehrfach Jung-Imker Jörg Stucke für seinen Wedemärker Honig ausgezeichnet. Der Landesverband Hannoverscher Imker hat den Garbsener und seinen Honig nun mit einem Silberpreis belohnt.

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Seit fünf Jahren ist Jörg Stucke Imker. Es ist ein Hobby, dass Stucke so gut betreibt, dass sein Honig mehrfach ausgezeichnet wurde.

Quelle: Tomma Petersen

Negenborn. Wedemärker Vergissmeinicht, Windröschen, Himbeeren, Rosskastanien, Ahorn - der Honig von Imker Jörg Stucke setzt sich aus ganz unterschiedlichen Nektartrachten zusammen. 20 sind es insgesamt, jedenfalls in der Sommertracht aus dem letzten Jahr. "Weil ich vor zwei Jahren mit meinem Honig aus Negenborn vom Landesverband mit Gold ausgezeichnet wurde, hat es im vergangenen Jahr eine spontane Überprüfung gegeben", erzählt Stucke. Jetzt weiß er ganz genau, welche Pollen seine Bienchen eingesammelt haben.

Der Landesverband Hannoverscher Imker zeichnete Stuckes diesjährigen Honig mit Silber aus. 30 Imker hatte der Verein getestet. "Der Honig erreichte hervorragende Leistungen", steht auf der Urkunde, die Stucke nun stolz in den Händen hält, während er am Frühstückstisch sitzt. Die Holzbrettchen ziert ein Bild von "Willi" aus der Kinderserie Biene Maja, der Tee wird mit eigenem Honig gesüßt, auf der Tischdecke prange dicke Bienen und auf dem Tisch brennt eine Kerze - natürlich aus echtem Bienenwachs. "Man entwickelt schon ein Auge für die Tiere, die man so mag", erzählt der Imker.

Vier Bienenvölker hat Stucke gerade auf seinem Wiesen-Grundstück am Rande Negenborns. "Das Imkern ist ein Hobby, vier Völker sind völlig ausreichend", sagt Stucke, der eigentlich Heizungs- und Lüftungsbauer ist. Zwischenzeitlich habe er zwölf Völker gehabt, einige aber verkauft. Obwohl er erst seit 2012 eigene Bienenvölker besitzt, ist sein Honig schon mehrfach prämiert. Eine kleine Berühmtheit ist der Negenborner Honig schon: Die Bäckerei Rehbock backt ihre Honighörnchen mit dem lokalen Wedemärker-Honig. "Solange ich Honig habe, denn ich ernte keine Massen - irgendwann ist Schluss" sagt Stucke.

Seine Bienen bleiben immer auf der Wiese in Negenborn. "Ich könnte auch Heidehonig ernten, aber dafür müssen die Tiere weggefahren werden. In der Heide ist es dann schon sehr feucht, es gibt Tau und Spinnenweben. Für die Bienen ist es sehr anstrengend dort Pollen zu sammeln", erklärt Stucke. In ihren kleinen Flügelchen verfangen sich dann Spinnenweben - die Bienen müssen viel Kraft aufwenden, um sich freizukämpfen. "Die powern sich richtig aus und viele Bienen sterben", sagt der Imker. Damit seine Tiere gestärkt in den Winter gehen, erntet er nur zweimal Honig.

Das Schlimmste, was in einem Honig zu finden sein könnten, seien Pestizide. "Deswegen sagt man, dass Stadthonig mittlerweile reiner ist als Landhonig", erklärt Stucke. Bei seinem Honig muss er allerdings keine Sorgen haben. Die chemisch-physikalischen Werte sind laut Prüfbefund "einwandfrei". Die erste Honig im Jahr ist immer weißer Rapshonig. "Das liegt daran, dass es rund um Negenborn viele Rapsfelder gibt - die Bienen fliegen bis zu drei Kilometer", sagt Stucke. Die Sommerernte sei dann ein bunter Blütenhonig.

Für den Heizungs- und Lüftungsbauer ist das Imkern ein Hobby mit Kur-Faktor: "Ich nenne es Bienenyoga, weil es mich total entstresst und ein schöner Ausgleich zu meinem Job ist", sagt er. Wenn er in seinem Imker-Anzug bei seinen Bienen ganz alleine auf der Wiese sei, wo er in einer Holzhütte den Honig auch schleudert, dann könne er richtig "runterfahren". "Und wenn man richtig lieb ist, lässt sich die Biene sogar streicheln - es sind ganz flauschige Tierchen", erzählt Stucke. Dass er mit seinem entspannenden Hobby Auszeichnungen gewinnt, macht ihn stolz. "Ganz langsam möchte ich mich vergrößern, die neue Ehrung innerhalb von fünf Jahren ist für mich der Beweis, dass ich etwas richtig gut mache", sagt der Imker zufrieden.

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Von Tomma Petersen

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