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Beim Taschen-Nähworkshop entstehen Unikate

Brelingen Beim Taschen-Nähworkshop entstehen Unikate

In der Brelinger Mitte ratterten die Nähmaschinen: Am Wochenende waren kreative Ideen für besondere Taschen aus Stoffresten gefragt.

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Wen jemand nicht weiterkommt, gibt Brigitte Wolff (Mitte) gern Tipps.

Quelle: Mario Moers

Wedemark. Was haben ein angesagtes internationales Modelabel und ein Nähworkshop in Brelingen gemeinsam? Beide setzen diese Saison auf ausrangierte Jeans als Grundlage für kreative Einzelstücke. Das französische Modelabel „Vetements“ sorgte dieses Jahr auf der Mailänder Fashion Week mit einer Jeans für Aufsehen, die aus zwei Beinen von unterschiedlichen Jeans im Second-Hand-Look zusammengenäht ist. Mehr als 1000 Euro kosten die seltsam anmutenden, aber angesagten Stücke.

In Brelingen geht das günstiger. Nicht minder einfallsreich und individuell sind dabei die Ergebnisse, die in der Taschenwerkstatt entstehen. Unter Anleitung von Brigitte Wolff trafen sich am Sonnabend nähbegeisterte Hobby-Modeschöpferinnen zum gemeinsamen Schneidern in der Brelinger Mitte.

„Aus gebrauchten Jeans kann man alles machen“, ist Ulla Weißmann begeistert. Sie näht mehrere sauber aus abgetragenen Hosen ausgeschnittene Jeansstücke aneinander. Die vorhandenen Applikationen, Stickereien und Farbtöne lassen ein trendiges Patchwork entstehen. Das lässt sich anschließend ideal als Ausgangsmaterial für die Taschen verwenden.

Entstanden war die Idee zu dem Workshop nach der Ausstellung „Kunst im Dorf“ zu Pfingsten. Dort hatte Hobby-Schneiderin Brigitte Wolff eine ganze Kollektion solch individueller Taschen ausgestellt. „Das wollten wir auch machen“, erzählt Weißmann.

Charlotte Runge und Anna Matthus sind die jüngsten Teilnehmerinnen. „Meine Oma hat mir beigebracht mit der Maschine zu nähen“, erzählt Charlotte. Anna hat bereits eine Schabracke und eine Fliegenmütze für ihr Pony „Fee“ genäht. Heute soll eine Tasche entstehen. Nach anderthalb Stunden haben sie bereits ein grobes Schnittmuster aufgezeichnet und den Stoff zugeschnitten. „Es gibt keine Vorlage, wir machen einfach“, sagt Anna und lächelt.

Jeden Dienstag ab 19.30 Uhr öffnet eine interkulturelle Nähwerkstatt in der Brelinger Mitte. Das offene Angebot kann von jedermann besucht werden. Einige Nähmaschinen und ein großer Stofffundus dürfen kostenlos mitbenutzt werden. „Auch wenn jemand einfach Hilfe braucht beim Nähen oder vielleicht nur selbst etwas ändern will, ist er herzlich willkommen“, sagt Brigitte Wolff.

Neue Küche für die Brelinger Mitte

Die vorangegangene Sanierung ist noch nicht ganz abgeschlossen, da steht in der Brelinger Mitte bereits das nächste Bauprojekt an. „Für 2017 beantragen wir eine neue Küche“, berichtet Bettina Arasin, die Vorsitzende des Kulturvereins. Die eingebaute Küche sei in einem unbrauchbaren Zustand. Herdplatten funktionierten nicht mehr, alte Geräte erfüllten nicht die Bedürfnisse der Nutzer. Mit rund 35 000 Euro Kosten rechnet Arasin. Noch in diesem Monat will der Verein die notwendige Förderung beim Land beantragen. Aktuell werden ein Büro im Erdgeschoss und ein Veranstaltungsraum saniert. „Weil die meiste Arbeit ehrenamtlich ausgeführt wird, zieht sich die Renovierung hin“, sagt Arasin.

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Von Mario Moers

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