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Mehrgenerationenhaus ist auf dem Weg

Wedemark Mehrgenerationenhaus ist auf dem Weg

Schritt für Schritt, Raum für Raum sollen ehrenamtliche Gruppen das gemeindliche Gebäude der Berthold-Otto-Schule (BOS) in Mellendorf einnehmen dürfen. Die Schule läuft aus – ein Mehrgenerationenhaus könnte ohne große Umbauten nachfolgen. Mitte August gibt es ein wichtiges Gespräch dazu im Rathaus.

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Heiner Peterburs will wissen, wie es mit dem Konzept Mehrgenerationenhaus in der auslaufenden Schule weitergeht.

Quelle: Ursula Kallenbach

Mellendorf. Es ist seit Jahren ein Lieblings- und Zukunftsprojekt der SPD im Rat, aber vorangetrieben auch durch die Not der vielen Gruppen ohne Heimat – und das sind mehr als ein Dutzend: Etwa 16 Gruppen, so die Auflistung der SPD, warten auf eine dauerhafte Lösung, einen Ort für ihre Aktivitäten. Mehrere frühere Bleiben haben sie verloren – die Räume sind ausgebaut für Kinder, umgenutzt für Flüchtlinge oder werden noch saniert für neue Zwecke wie das Amtshaus in Bissendorf. Die SPD hatte einen Antrag im Rat gestellt; die Gemeindeverwaltung soll einen Konzeptentwurf erarbeiten, erläutert der sozialpolitische Sprecher der SPD, Heiner Peterburs. Für den 15. August ist ein Termin mit Bürgermeister Helge Zychlinski ausgemacht. „Ich möchte erfahren, wie der Stand der Arbeit zum Mehrgenerationenhaus in der Verwaltung ist.“

Die Voraussetzungen für das Vorhaben in dem zentral gelegenen und schon behindertengerecht ausgestatteten Schulgebäude sind mehr als günstig für das angedachte Begegnungs- und Veranstaltungszentrum. Die zunächst von der Schule nicht mehr benötigten Räume im Erdgeschoss sollen sukzessive als Treffpunkt für die Gruppen genutzt werden, der Haupteingang bleibt bestehen. Im Außenbereich gibt es einen Innenhof, den die Schüler als Garten gestaltet haben. Wir denken auch an ein Café dort, das die Nutzer des Mehrgenerationenhauses selbst organisieren können, erläutert Peterburs.

Insgesamt solle das Projekt selbstorganisiert laufen. Ansprechpartner in der Verwaltung könne Daniel Diedrich sein, der auch das Bündnis für Familie und die anderen Freiwilligengruppen betreut. Auf Dauer soll in die große Immobilie außerdem die Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark einziehen, deren altes Domizil in Mellendorf Am Freizeitbad schon lange nicht mehr ausreicht. Bereits Bewohner des Schulgebäudes ist der Verein der Kinderfreunde mit seinen Krippen- und Kindergartengruppen..

Die stufenweise Umsetzung eines Mehrgenerationenhauses sei auf jeden Fall vom Raumbedarf der BOS abhängig, betont Peterburs. Dass den Lehrern, Eltern und Kindern der auslaufenden Förderschule ein verträglicher Übergang gewährleistet wird, ist dem sozialpolitischen Sprecher der SPD ungemein wichtig. Wir haben großen Respekt vor der Arbeit der BOS. Sie soll nicht behindert werden, versichert Peterburs. Eine sensible Abstimmung ist unbedingt erforderlich. Zurzeit gehe man davon aus, dass die Förderschule nur noch bis 2018 Räume benötige.

Die stufenweise Umsetzung eines Mehrgenerationenhauses sei auf jeden Fall vom Raumbedarf der BOS abhängig, betont Peterburs. Dass den Lehrern, Eltern und Kindern der auslaufenden Förderschule ein verträglicher Übergang gewährleistet wird, ist dem sozialpolitischen Sprecher der SPD ungemein wichtig. „Wir haben großen Respekt vor der Arbeit der Schule. Sie soll nicht behindert werden“, versichert Peterburs. „Eine sensible Abstimmung ist unbedingt erforderlich.“ Zurzeit gehe man davon aus, dass die Förderschule nur noch bis 2018 Räume benötige.

Zur vollständigen Umsetzung des Mehrgenerationenhauses dort gehört nach den Vorstellungen der SPD außerdem, dass sowohl das Außengelände wie auch die Straßen Gilborn und Williges Worth so hergerichtet werden, dass auch Menschen mit Behinderungen das Gebäude ohne Schwierigkeiten zu erreichen vermögen.

Und: Das Mehrgenerationenhaus Wedemark kann als ein Projekt in der Leader-Region Meer und Moor aus EU-Geldern gefördert werden, führt Peterburs an.

Der Kommentar

Eine Ansage ist fällig

Aus vielen kommunalen Gebäuden wurden die ehrenamtlichen Gruppen in den Vorjahren schon herausverhandelt. Zugegeben, dringende Pflichtaufgaben der Gemeinde – Kinder und Flüchtlinge – erforderten jedes Mal eine Umnutzung. Oder der Plan für ein Mehrgenerationenprojekt ließ sich in dieser oder jener Gemeindeimmobilie eben nicht realisieren. Aber wenn nicht jetzt und dort in der Schule – wann und wo denn dann? Der Bürgermeister muss jetzt schnell eine verlässliche Ansage machen. Man kann nicht die Ehrenamtlichen nur hochhalten – sie wollen sich auch mal hinsetzen.

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Heiner Peterburs will wissen, wie es mit dem Konzept Mehrgenerationenhaus in der auslaufenden Schule weitergeht.

Quelle: Ursula Kallenbach
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