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In der Wedemark steckt eine ganze Menge Europa
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Wedemark In der Wedemark steckt eine ganze Menge Europa

Die Gemeinde Wedemark streckt ihre Arme in Europa nach Südwesten, nach Südosten und in den Norden aus. Beim Neujahrsempfang im Forum des Schulzentrums hatten die etwa 300 Gäste Gelegenheit, Informationen über eine seit mehr als 25 Jahren bestehende Partnerschaft zur französischen Stadt Roye aber auch zu den noch jungen Beziehungen nach Ungarn und Schweden zu erhalten.

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Wolfgang Jansen erläutert Besuchern des Neujahrsempfangs die kulturellen Beziehungen zu Ungarn.

Quelle: Friedrich Bernstorf

Wedemark. Bürgermeister Tjark Bartels hatte den Empfang unter das Motto „Wedemark - Mitten in Europa“ gestellt und dazu zwei Referenten eingeladen, die auf ganz unterschiedliche Weise ihren Blick aus der Wedemark auf Europa warfen. Hans-Peter Lehmann, früherer Intendant der Staatsoper in Hannover und Wedemärker Einwohner, tat dies aus kultureller Sicht, während der in Griechenland geborene und seit 1965 in Hannover lebende Konstantin Paraskevaidis ein Plädoyer für die Bevölkerung Griechenlands hielt und deutlich machte, dass nicht die Menschen für die Schuldenkrise verantwortlich sind.

Zwei Botschafter für Europa, für Menschlichkeit und für gemeinsame Kultur, wie Bürgermeister Tjark Bartels zusammenfasste, standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfanges der Gemeinde Wedemark.

Der lang anhaltende Beifall, um dies vorweg zu nehmen, machte deutlich, dass der Appell des gebürtigen Griechen Konstantin Paraskevaidis bei den 300 Gästen Zustimmung fand. „Die Griechen haben den Karren in den Dreck gefahren, aber dafür kann man nicht das ganze Volk des Landes verantwortlich machen“, wehrte sich Paraskevaidis energisch gegen Pauschalurteile und ein Feindbild, das gegen Griechenland aufgebaut worden sei.

Er lebt seit 1965 in Hannover und ist dort als Gastronom tätig. Konstantin Paraskevaidis nannte es einen mutigen Schritt des Bürgermeisters, gerade einen Griechen beim Neujahrsempfang zu Wort kommen zu lassen. Er bekannte sich zu Europa, räumte aber ein, dass die Aufnahme Griechenlands in die EU für das Land zu früh gekommen sei.

„Ich bin Grieche, Deutscher und Europäer“, sagte Paraskevaidis und zitierte ein griechisches Sprichwort: „Wo du lebst, ist deine Heimat“. In Griechenland müssten Kontrollsysteme und soziale Absicherungen aufgebaut werden, die bisher gefehlt hätten, sagte Paraskevaidis.

Auf eine kulturelle Europareise nahm der frühere Intendant der Staatsoper in Hannover, Professor Hans-Peter Lehmann, die Gäste des Empfangs mit. „Ich bin Europäer, weil ich der europäischen Kultur meinen Lebensinhalt verdanke“, sagte Lehmann. Er inszenierte den Tannhäuser von Richard Wagner in der Türkei ebenso wie in Polen. Lehmann war Schüler von Wolfgang Wagner in Bayreuth, außerdem war er an Opernhäusern in Basel, Breslau Brüssel, Amsterdam, Mailand, Paris, Chicago, Zürich und Venedig tätig. „Nur wenn Gefühle und Verstand ein Ganzes werden, dann gibt es Hoffnung auf der Welt, sagte Hans-Peter Lehmann.

Die Gäste des Empfangs wurden von Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung bewirtet und durch Rolf Baumert, ebenfalls Mitarbeiter im Rathaus, durch das Programm geführt. Für musikalische Unterhaltung sorgte der Choir under Fire, der Opernsänger Dietmar Sander aus Hannover und das Ole-Wegener-Trio.

Als besondere Gäste begrüßte Bürgermeister Tjark Bartels neben der SPD-Bundestagsabgeordneten Caren Marks auch Vertreter aus den Nachbargemeinden Burgwedel, Isernhagen und Walsrode.

Eida Koheil

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