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Initiative hilft Wohnprojekt auf die Beine

Wedemark Initiative hilft Wohnprojekt auf die Beine

Einen Tag lang dreht sich am Sonnabend, 4. Juni, ab 11 Uhr im Schulzentrum Mellendorf alles um das selbstbestimmte Wohnen für Senioren und Menschen mit Behinderungen. Mit Informationen, Fragen und Antworten soll die öffentliche Veranstaltung wichtige Impulse setzen. Der Eintritt ist frei.

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Mit Anna Beckmann (von links) werben Edda Frantz, Elisabeth Worms, Hiltrud Godley, Renate Rudat und Wolfgang Michaelis für die Veranstaltung und für ihr Vorhaben.

Quelle: Kallenbach

Mellendorf. „Wir wollen erreichen, dass die Wedemärker aufmerksam werden, und wir wollen das Interesse der Politiker auf uns ziehen“, verdeutlicht Anna Beckmann. Die Hebamme aus Abbensen arbeitet mit zwölf Aktiven aus mehreren Dörfern seit einem halben Jahr an dem Projekt „Selbständiges und selbstbestimmtes Leben und Wohnen im Alter“ – so lautet auch der Veranstaltungstitel. Möglichkeiten und Chancen für die Wedemark sollen dargestellt und weiterverfolgt werden. 300 bis 400 Handzettel haben die Aktiven in der Wedemark verteilt, um das Projekt auf die Beine zu bringen.

„SEKT“ nennt sich die Gruppe - Selber etwas Kreatives tun. Schon vorher hatte die Initiatorin jahrelang die Idee verfolgt, eine Immobilie für eine Senioren-WG zu finden. Aus dem Wohngemeinschaftsgedanken hat sich mittlerweile das Konzept der Wohnungsgemeinschaft entwickelt: Die Bewohner leben in ihren eigenen Wohnungen im Eigentum oder zu einer bezahlbaren Miete, unterstützen sich aber im Miteinander im Alltag.

Für den Informationstag von 11 bis 18 Uhr ist der Großgruppenraum im Schulzentrum in Mellendorf reserviert. Zahlreiche Redebeiträge und Vorträge sind vorgesehen. Zur Stärkung gibt es Kaffee und Kuchen. Die Mitglieder der Gruppe SEKT halten sich bereit für Gespräche und Auskünfte; dazu bieten sich die Zeit von 11 bis 13 Uhr, die Pause gegen 15 Uhr und der Ausklang etwa ab 17.15 Uhr bis gegen 18 Uhr an. Auch die Vortragenden wollen jeweils Fragen beantworten.

Zum Auftakt des Programmteils um 13 Uhr spricht die jetzige Sozialdezernentin der Stadt Hannover und ehemalige Erste Gemeinderätin in der Wedemark, Konstanze Beckedorf. Es folgt mit einem Grußwort Bürgermeister Helge Zychlinski. Soziale Innovationen für ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben stellt ab 13.30 Uhr Dr. Maik Plischke vor, Geschäftsführer des Innovationszentrums Niedersachsen.

Der Wohnberater für Senioren der Region Hannover, Theo Piltz, ist aus seinen Beratungen in der Wedemark bekannt. In seinem Vortrag beleuchtet er das gemeinschaftliche Wohnen. Die Architektin Kristina Kasubke von „Raumwärts“ spricht anschließend über Lebensqualität durch barrierefreies Bauen.

Nach der Pause folgen ab 15.30 Uhr zwei weitere Vorträge. Der Geschäftsführer des Pflegedienstes Caspar und Dase, Kai Dase, erörtert Vor- und Nachteile einer Senioren-Wohnungsgemeinschaft. Die Behindertenbeauftragte der Region Hannover, Renate Conrad, befasst sich mit der Wohnungssuche für Menschen mit Behinderungen. Das Schlusswort spricht gegen 17 Uhr die Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Caren Marks.

Soziale Einstellung wird vorausgesetzt

Grundlage einer Wohnungsgemeinschaft für Senioren und Behinderte ist nach dem Verständnis der Initiativgruppe eine soziale, verständnisvolle und kommunikative Einstellung. Aber: Alles kann, nichts muss. Die Mitbewohner können sich jederzeit in ihre eigene Wohnung zurückziehen. Es werden gemeinsame Unternehmungen, Essen und Feiern organisiert, auch sollen bei Krankheitsfällen unterschiedliche Hilfen angeboten werden. Insofern ist die Wohnungsgemeinschaft auch eine geschützte Gemeinschaft. Es wäre das erste Projekt dieser Art in der Gemeinde Wedemark. Ansprechpartnerin ist Anna Beckmann, Telefon (05072) 1832, E-Mail a-beckmann@htp-tel.de.

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