Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Halle ist für 78 Flüchtlinge vorbereitet

Mellendorf Halle ist für 78 Flüchtlinge vorbereitet

Die Jugendhalle in Mellendorf ist als Sammelunterkunft für Flüchtlinge hergerichtet: Ab etwa Mitte Januar werden dort vorübergehend bis zu 78 Menschen wohnen. Am Montag stellte die Feuerwehr 39 Doppelstockbetten und 78 Spinde auf. Im ersten Quartal 2016 wird die Wedemark 299 weitere Flüchtlinge aufnehmen.

Voriger Artikel
Pflegeheim will in Elze erweitern
Nächster Artikel
SPD: CDU macht Hausaufgaben nicht

Die freiwillige Feuerwehr hat gestern auf Bitten der Gemeinde 39 Doppelstockbetten in der Halle aufgebaut und 78 Spinde an ihren Platz gestellt.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Mit OSB-Spanplatten hat die Gemeinde die Halle in sechs unterschiedlich große Bereiche geteilt. Darin standen am Montag nach dem Arbeitseinsatz der Feuerwehr zwischen fünf und 18 Stockbetten, vor jedem Stockbett zwei schmale Spinde. Matratzen und Bettzeug werden folgen. Über die Trennwände hinwegschauen geht nicht, doch da sie nicht bis unter die Hallendecke reichen, wird jedes Geräusch für alle hörbar sein. Vorhänge werden die Zugänge zu den Schlafbereichen optisch abschließen.

Eine Hausordnung in mehreren Sprachen werde das Zusammenleben klar regeln, erläuterten gestern bei einem Pressetermin die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf und der Leiter der Stabsstelle für Migration, Eike Erdmann. Ob eher Familien oder Einzelpersonen kommen, sei noch nicht bekannt, sagte Erdmann.

Zu den Regeln gehört, dass im Gebäude nicht geraucht werden darf, es darf niemand selbst Essen zubereiten, das Licht geht abends für alle zur selben Zeit aus. Wer danach aufbleiben will, kann in Aufenthaltsräume gehen, dort gibt es unter anderem einen Fernseher. Im übrigen können die Bewohner über WLAN ins Internet. Neben der Halle als Schlafraum stehen den Flüchtlingen zwei Aufenthaltsräume und ein Speiseraum zur Verfügung sowie Sanitärräume und ein Raum zum Wäschewaschen und -trocknen.

Für den Betrieb der Unterkunft verhandelt die Gemeinde derzeit mit vier Organisationen. Man werde ein Rundum-sorglos-Paket vereinbaren, in dem die Gemeinde die Sozialarbeit, Verpflegung dreimal täglich, Sicherheitsdienst, Reinigung und Hausmeisterarbeiten aus einer Hand bekomme, sagte Beckedorf. Der Umbau der Halle sei mit einem Architekten und der Bauaufsicht der Gemeinde abgestimmt, betonte sie. Das Außengelände mit Sport- und spielflächen solle möglichst weiterhin öffentlich nutzbar bleiben.

Im ersten Quartal 2016 wird die Wedemark 299 weitere Flüchtlinge aufnehmen. Wie viele es in den weiteren Quartalen sein werden, ist ungewiss.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sn9k2dfml0goc42dfd
Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll

Fotostrecke Wedemark: Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll