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Jugendliche wehren sich gegen Regiobus

Wedemark Jugendliche wehren sich gegen Regiobus

Mit einer Onlinepetition wollen zwei junge Wedemärker erreichen, dass Regiobus den Aufschlag von 2 Euro pro Fahrt im Anrufsammeltaxi nicht mehr kassiert.

Wedemark. Seit Dezember setzt Regiobus nach Aussage von Sprecherin Petra Zottl anstelle der bisherigen Ruftaxis die neuen Anrufsammeltaxis ein. Diese verbinden - im Gegensatz zum bisherigen Angebot - die Ortschaften miteinander und fahren die Passagiere auf Wunsch auch bis zur Haustür. Weil sich der zusätzliche Service nicht mit dem regulären Ticketpreis finanzieren lässt, müssen Fahrgäste pro Tour 2 Euro zahlen. „Das aber trifft vor allem die Schüler und Azubis“, sagt Ramón Lukas. Der angehende Fachinformatiker sieht darin eine Ungleichbehandlung: „Ich muss für das Taxi auch dann bezahlen, wenn meine Strecke ohnehin auf seiner Tour liegt.“ Auch die Entfernung spiele keine Rolle.

Deshalb hat der Wedemärker mit Nina Haberlandt im Dezember die Facebook-Gruppe „Kein Extrageld fürs Ruftaxi!“ gegründet und angesichts der Resonanz von inzwischen mehr als 700 Mitgliedern auch die Onlinepetition „Das Anrufsammeltaxi soll kein Extrageld kosten!“ gestartet. Diese Petition haben inzwischen 80 Unterstützer unterzeichnet. „Wir hoffen auf weitere Unterzeichner, damit Regiobus seine Entscheidung zurücknehmen muss“, sagt Lukas. Haberlandt begründet den Schritt damit, dass ein Schüler oder Azubi monatlich mehr als 50 Euro bezahlt. Bei regelmäßiger Nutzung des Anrufsammeltaxis könnten bis zu 40 Euro im Monat hinzukommen, weil die Fahrgäste ja beide Touren bezahlen müssten. „Wir, das sind vor allem Schüler und Auszubildende ohne dicken Geldbeutel, müssen für eine Dienstleistung blechen, die uns ohnehin zusteht“, schreibt Haberlandt in der Erläuterung zur Petition und fügt hinzu, dass die Fahrer oft nicht wechseln könnten, wenn mit mehr als einem 5-Euro-Schein bezahlt werde. Außerdem händigten sie keine Quittung aus.

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