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Wie können Flüchtlinge noch besser integriert werden?

Der Kandidaten-Check Wie können Flüchtlinge noch besser integriert werden?

Am 11. September wird der neue Rat gewählt. Die Redaktion bat alle Parteien, die für dieses Gremium mit mehr als einem Kandidaten antreten, sich zu sieben Fragen zu äußern. Lesen Sie die Antworten auf Frage: Wie können Flüchtlinge noch besser integriert werden?

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Am 11. September wird der neue Rat gewählt. Die Redaktion bat alle Parteien, die für dieses Gremium mit mehr als einem Kandidaten antreten, sich zu sieben Fragen zu äußern. Lesen Sie die Antworten auf Frage: Wie können Flüchtlinge noch besser integriert werden?

Quelle: Symbolbild

Rebecca Schamber, SPD: Die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge in privatem Mietwohnraum ist die beste Voraussetzung, dass Integration gelingen kann. Die Gemeindeverwaltung hat gemeinsam mit den vielen ehrenamtlichen Unterstützern Vorbildliches in den vergangenen Jahren erreicht. Unser Ziel ist, allen Kindern eine ordentliche frühkindliche und schulische Bildung zu ermöglichen. Bildung ist der Schlüssel zur gelungenen Integration.

Rudi Ringe, CDU: Vorab ein großer Dank an die vielen Ehrenamtlichen und die Hauptamtlichen, die sich bereits sehr engagiert einsetzen. Dezentrale Unterbringung ist wichtig. Große Wohneinheiten für Flüchtlinge lehnen wir ab. Integration gelingt nur im Miteinander. Die Anliegen der Einheimischen dürfen nicht unbeachtet bleiben. Unterstützer und Flüchtlinge brauchen eine zentrale, ganztägig erreichbare Notrufnummer, zum Beispiel bei Konflikten.

Angela Klingrad, Grüne: Wichtige Voraussetzung bleibt eine dezentrale Unterbringung. Die vielfältige Arbeit der Ehrenamtlichen sollte, wie bisher, bei einem regelmäßigen Austausch weiterentwickelt werden. Teilnahme aller Kinder an kommunalen Angeboten wie Ferienprogrammen ermöglichen und mit Projekten wie „Rucksackmütter“ den Wert von Bildung und Ausbildung vermitteln. Feststellung von Qualifikationen und Vermittlung von Praktika und Arbeit wären sehr hilfreich.

Erik van der Vorm, FDP: Voraussetzung für eine Integration ist, dass die Flüchtlinge Deutsch können. Hier müssen mehr Kurse angeboten werden, der Bund muss das Geld bereitstellen. Frau Merkel kann nicht sagen „Kommt mal alle her“ und dann war’s das. Die Integration ist die Hauptaufgabe. Sie kann nur gelingen, wenn erstens die Flüchtlinge auch zur Integration bereit sind und wenn das Geld dafür gegeben wird. Vielleicht müssen noch mehr Paten akquiriert werden. 

Anneke Weigand, Bündnis C: Patenschaften! Wir wünschen uns, dass viele Wedemärker sich für eine Patenschaft zur Verfügung stellen – für eine Flüchtlingsfamilie oder eine Einzelperson. Wir sind der Überzeugung, dass einzig gelebte Gastfreundschaft auf „privater“ Mensch-zu-Mensch-Ebene integrative Impulse setzen kann. Institutionelle Angebote zur Entstehung und Realität der christlich abendländischen Kultur wirken unterstützend.

Patrick Cordes, WGW: Neben der zentralen Pflichtaufgabe der Gemeinde, Flüchtlinge angemessen unterzubringen und den Lebensunterhalt zu sichern, ist es unser Ziel, insbesondere die Bereitschaft der BürgerInnen sowie der Vereine und Bürgerinitiativen zu unterstützen, hier zu helfen. Neben der finanziellen Hilfe sollten auch Know-how vermittelt und Antworten gegeben werden, wie der Einzelne „richtig“ helfen kann. 

Carsten Grotzke, WWR: Flüchtlinge können über Mithilfe der Bürger besser integriert werden, die öffentliche Verwaltung allein wird dazu nicht in der Lage sein. Es müssen allgemeingültige Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Menschen für die Flüchtlingshilfe zu motivieren. Räume, Fortbildungen und Aufwandsentschädigungen sind nur einige Beispiele, die zur Verfügung stehen müssen. Die Einbindung in die Vereine muss finanziell und strukturell unterstützt werden.

Clemens Strube, Linke: Eine Integration kann nur stattfinden, wenn alle zusammen den Lebensraum teilen. Keine Gettoisierung, keine Ausgrenzung. Sozialer Wohnungsbau ist ein Muss.

Antje Lange, AfD: Indem es eine Obergrenze gibt und nur die auf Zeit aufgenommen werden, die auch wirklich asylberechtigt und integrationswillig sind! Alles andere ist Zerstörung der inneren Sicherheit unseres Landes.

Von der Redaktion

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