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Im Urnenhain wird erst Platz geschaffen

Wedemark Im Urnenhain wird erst Platz geschaffen

Bestattung unter alten Eichen – dieses Projekt fasst die Kirchengemeinde Brelingen jetzt als erste im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen an und ist auf ihrem Friedhofsland schon weit vorangeschritten.

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Ziemlich viel Holz wird Friedrich Bernstorf erstmal wegräumen müssen, bevor aus dem Wäldchen der Brelinger Urnenhain werden kann.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Zwei markante alte Eichen, deutlich älter als 100 Jahre, sind zunächst als Bestattungsbäume auserkoren. Dort sollen, im Rund gereiht, Urnen in größerer Anzahl eine Ruhestätte erhalten. „Urnenhain“ heißt der Arbeitstitel in der Brelinger Kirchengemeinde. Auf einer baumbestandenen Fläche von etwa 2000 Quadratmetern neben dem Friedhof soll er entstehen. Dass die Umsetzung zügig vorangehen kann, ist nicht nur dem zustimmenden Votum des St.-Martini-Kirchenvorstandes zu danken, sondern langer Voraussicht: Das kleine Wäldchen gehört der Kirche und ist bereits als Friedhofsgelände gewidmet.

Noch überwiegen Nadelbäume mit Flachwurzeln in dem Baumbestand, Fichten Kiefern, Lärchen – aber auch die Traubenkirsche. Gegen diese Bäumchen ist der Brelinger Initiator für den Hain, Friedrich Bernstorf, schon mit der Kettensäge vorgerückt. Er wird im November auch die Holzstapel vom Gelände schaffen.

20 bis 30 Nadelbäume, die meisten schon stark vertrocknet oder abgestorben, hat der hinzugezogene Förster Jörg Hagemann rot gekennzeichnet; sie sollen im November gefällt werden und vor allem der einen alten Eiche mehr Licht und Raum geben. „Es soll aber ein anderer Teil Baumbestand verbleiben, und Schritt für Schritt wollen wir dann Laubbäume unterpflanzen“, kündigt Bernstorf an.

Die Pläne gehen weiter. Nach dem Baumfällen wird es erforderlich sein, zusätzlich zu einer Hecke mit einem Wildschutzzaun die Neuanpflanzungen zu schützen. Auch sollen Lücken in der Hecke geschlossen werden. „Rehe sind auf unserem Friedhof ständige Gäste“, berichtet Bernstorf, der dies auch aus der Nachbarschaft beobachtet. Später soll ein Rundweg angelegt werden durch den Hain, der die beiden Eichen-Stätten einbindet.

„Wir wollen mit dem Urnenhain hier vor Ort in der Kirchengemeinde eine Alternative zu den Urnenbestattungen im Friedwald oder Ruheforst andernorts bieten“, beschreibt Gero Wiechert. Der Vorsitzende des Friedhofausschusses der St.-Martini-Gemeinde erinnert auch daran, dass nicht nur Brelinger diese Möglichkeit werden nutzen können. Schon jetzt lässt die Friedhofsordnung Bestattungen auf dem Brelinger Friedhof von Verstorbenen aus der gesamten Kirchengemeinde zu, also auch aus Negenborn und Oegenbostel. Aus Brelingen jedenfalls, weiß Bernstorf, liegen die ersten Anmeldungen schon vor.

Mit den geplanten Baumbestattungen geht die Brelinger Kirche ihren Weg der „pflegeleichten“ Gräber weiter. Künftig werden auf dem Brelinger Friedhof neben den traditionellen Bestattungsformen und den vor elf Jahren eingeführten pflegeleichten Rasengräbern für Sarg- und Urnenbestattungen auch die so genannten Sockelgräber eingeführt. Diese Sarg- oder Urnengrabstellen erhalten einen Grabstein auf einer Sockelplatte, aber keine Einfassung.

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