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Kita-Streik: Elternvertreter kritisiert Verdi

Wedemark Kita-Streik: Elternvertreter kritisiert Verdi

Ansturm auf die 150 Notdienstplätze angesichts des heutigen Kita-Streiks: Bis Montagabend sagte die Gemeinde 91-mal ab. Klaus Schroth, Gesamtelternsratsvorsitzender für die Wedemärker Kitas, sieht indes das Vorgehen von Verdi kritisch und nimmt die Gemeinde in Schutz.

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Wird gestreikt, stehen 150 Notplätze für Kinder in der Wedemark bereit.

Quelle: Symbolbild

Wedemark. Am Donnerstagbleiben die kommunalen Kindertagesstätten geschlossen, für 15 Uhr hat die Gewerkschaft Verdi eine Protestkundgebung der Erzieherinnen vor dem Rathaus anberaumt. Der Tenor: Die Gemeinde ist selbst schuld, wenn sie das Verhandlungsangebot von Verdi nicht annimmt, also wird wieder gestreikt.

Das sieht Schroth anders. Er wirft Verdi einen unqualifizierten Umgang mit Informationen vor. „In einem anderen Umfeld würde man das Erpressung nennen“, sagte er am Mittwoch auf Anfrage. Er verweist darauf, dass die Gemeinde gar kein Mandat hat, die Tarife zu verhandeln. Sie ist Mitglied im kommunalen Arbeitgeberverband (KAV), der als ausschließliche Tarifvertragspartei Tarifverhandlungen für die kommunalen Arbeitgeber mit der Tarifvertragspartei der Arbeitnehmer Verdi führen darf.

„Es gibt Elternvertreter, die der Gemeinde den Schwarzen Peter zuschieben, es sollte auch einen Protest gegen das Rathaus geben. Doch nach Informationen von dort an die Eltern hat sich die Aufregung wieder gelegt“, berichtete er. Er erlebe die Gemeinde in Elternbelangen als hochflexibel - 150 Notplätze zu organisieren sei eine respektable Leistung.

Die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf kritisiert: „Ich vermute, dass die Gewerkschaft mit der von ihr ausgehandelten Notdienstvereinbarung überhaupt nicht zufrieden ist und die Kinder und Eltern in der Wedemark nun darunter leiden müssen.“ Verdi habe zudem mit den Tarifforderungen hohe Erwartungen geweckt. Dass diese von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen seien, wolle man jetzt nicht zugeben, da sich sonst viele im Arbeitskampf gewonnene Mitglieder verabschieden würden.

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