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Von einem 
Kunstraum, 
der Schutz bietet

Wedemark Von einem 
Kunstraum, 
der Schutz bietet

Ein rundliches, weißes, mannshohes Ding liegt da im Gras neben Kiefern, Eichen und Weidengebüsch auf dem Schützenplatz in Resse: Ist das Kunst – oder kann das weg? Es ist Kunst: „shelter 5“ heißt das begehbare Gebilde aus 5000 Lärchenholzriegeln, das Toni Schaller zur IntraRegionale gestaltet hat

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Künstler Toni Schaller hat auf einem von zwei eingebauten Sitzplätzen in seinem Shelter Platz genommen.

Quelle: Rose

Resse. Die IntraRegionale ist ein Kooperationsmodell, bei dem zehn Kunstvereine aus der Region zehn internationale Künstler an zehn Orten in der Region zeigen. Anlässlich der Vernissage am Sonntag, 12. Juni, fährt ein Bus den ganzen Tag lang alle Stationen ab. Abfahrt ist um 8 Uhr in Hannover bei kunst in kontakt (kik), Am Großen Garten 5a. Die Teilnahme kostet 29 Euro. Gegen 16 Uhr wird der Bus in Resse eintreffen.

Rund vier Monate hat Schaller an „shelter 5“ gearbeitet. Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet Schutz, Unterschlupf, Behausung. Genau darum geht es bei Schallers Arbeit. Seit zehn Jahren beschäftigt er sich mit Schutzräumen. Er wollte mit diesem Objekt einen Ort des Rückzugs schaffen, der inmitten der Natur die Möglichkeit zur Selbstreflektion und zum Innehalten bietet.

Um das Innehalten und Schauen angenehm zu gestalten, hat Schaller im Inneren zwei kleine Sitzplätze installiert. Außen weiß angemalt, entfaltet das unbehandelte Holz innen eine eigentümliche, höhlenartige Atmosphäre. Außer durch den Eingang scheint Licht durch ein kleines Bullauge an der Rückseite hinein. Eine Unzahl an Behausungen habe der Mensch hervorgebracht, sagt Schaller, zunächst als Form zum Überleben. Behausungen waren ein Schutz vor Feinden. Und für den frühen Menschen zählte zu den Feinden neben anderen Menschen auch die Natur mit Wasser, Wäldern und Moor. Der Ausblick aus dem Kunstwerk hinaus soll dem Kunstsinnigen nun eine neue Sicht auf die Natur ermöglichen. Die ausgewählte Fläche, der Schützenplatz, liegt direkt an der Hannoverschen Moorroute, die zwischen dem Schwarzen Moor und dem Otternhagener Moor hindurchführt. In der Nähe beginnt außerdem der Moorerlebnispfad. Angesichts von so viel Moor und Natur sollten Kunstinteressierte mit Lust zum Verweilen am „shelter 5“ an eines unbedingt denken: ein wirksames Mittel gegen Mückenstiche.

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