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Kunst kommt zu den Kindern

Wedemark Kunst kommt zu den Kindern

Mit Material und Mitarbeitern will die Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark demnächst in den Alltag der Kindertagesstätten und Horte gehen. Im Gepäck hat sie für 2016 eine Fördersumme des Landes von 10.000 Euro.

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Kreativ gestalten: Bernd Tschirch und Kerstin Jacob bringen das Projekt in die Kindertagesstätten.

Quelle: Ursula Kallenbach

Wedemark. In der Kindertagesstätte in Resse, der KitamiTu in Mellendorf und einer noch nicht genannten dritten Einrichtung plant die Kunstschule den Einstieg. „Darüber hinaus werden wir das Projekt allen Kindertagesstätten vorstellen“, kündigt Kunstschulleiter Bernd Tschirch an. Langfristig mit den Betreuungseinrichtungen zu kooperieren ist das Ziel. Vorgemacht hat es schon die Musikschule Wedemark, die mit Instrumentenkoffern zur Frühförderung regelmäßig die Jüngsten in den Kindergärten besucht.

Ihr neues Vorhaben „Kunst(t)raum“ hatte die Kinder- und Jugendkunstschule bereits Ende 2014 beantragt. Projektleiterin ist Kerstin Jacob. Die ausgebildete Beraterin für Kunst- und Kreativtherapie will zunächst gemeinsam mit den Erzieherinnen vor Ort den Bedarf in der jeweiligen Kindertagesstätte genau ausloten. „Wir führen Vorgespräche und kommen nicht mit einem Universalprogramm, sondern erarbeiten kollegial alles gemeinsam“, sagt die 45-Jährige. Man werde schauen, was die Erzieher an Angeboten abdecken und was die Dozenten der Kunstschule an kreativen Prozessen entwickeln können.

Auf Langfristigkeit hofft Schulleiter Tschirch nicht zuletzt für den Vertrag mit Jacob auf einer ganzen Stelle: Gebündelt sind darin die neue Projektleitung und ihre anderen Tätigkeiten für die Jugendkunstschule in der Ganztagsschule Wedemark und im Mittagsatelier in der Wedemark-Halle in Mellendorf.

Auch aus diesen Aktivitäten weiß Jacob: „Die Gemeinde Wedemark ist in der Kinderbetreuung sehr gut aufgestellt. Für Kinder ist oft die Ganztagsbetreuung der Alltag. Daher haben sie nicht die Möglichkeit, nachmittags ein Kunstschulangebot wahrzunehmen.“ Was biete sich also mehr an, als die Jugendkunstschule in die Regelbetreuung einzubinden?

Nicht nur für die Kinder, auch für die Fachkräfte in den Kindergärten sieht die Projektberaterin einen Gewinn. „Selbst bei den besten Ideen ist es doch den Erziehern nicht möglich, alles anzubieten. Wir binden uns langfristig ein, um die kreative Frühförderung zu gestalten“, erläutert Jacob. Die Erzieherinnen könnten auch einmal in die Beobachterposition gehen und Inspirationen mitnehmen. Bestenfalls sei dies wie eine kleine Fortbildung zu nutzen.

Bei der Förderung „Kunstschule 2020“, die es seit 2010 gibt, sind die Wedemärker jetzt in der dritten Runde zum Zuge gekommen. Es ist ein Zusammenspiel von Land, Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen (Kunst & Gut) und der Regionalberatung der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS).

Von Ursula Kallenbach

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